Im Kallmann-Museum

Ausstellung "Entartete Kunst" in Ismaning

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Ismaning – Das Kallmann-Museum Ismaning zeigt Arbeiten aus der „Sammlung Schneider“ – die umfangreichste Privatsammlung mit Werken der „entarteten Kunst“. Die Ausstellung „‘Entartete‘ Kunst. Verfolgung der Moderne im NS-Staat“ beleuchtet eines der düstersten Kapitel der deutschen Kulturpolitik, das noch immer nicht vollständig aufgearbeitet ist. Das Projekt wurde zusammen mit Kunstgeschichts-Studenten der LMU erarbeitet.

Rund 1600 Künstler wurden Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Als „entartet“ verfemt, wurden sie vom öffentlichen Kunstgeschehen ausgeschlossen und mit Berufsverbot belegt. Ihre Werke wurden aus Museen entfernt und teilweise auf den zahlreichen Femeschauen präsentiert, die zwischen 1933 und 1941 im gesamten Reichsgebiet zu sehen waren. Heute ist von etwa 20 000 Kunstwerken auszugehen, die beschlagnahmt wurden.

Bereits die enorme Anzahl der Künstler und Werke lässt erahnen, dass die nationalsozialistische Verfolgung der modernen Kunst keinesfalls nur die bekannten Namen betraf, sondern weit darüber hinausging. So stand der überwiegende Teil der Künstler damals noch am Anfang ihrer Karrieren, und nur die wenigsten konnten nach Ende des Zweiten Weltkrieges an frühere Erfolge anknüpfen. Die große Mehrzahl aber geriet in Vergessenheit und wurde erst spät wiederentdeckt, wozu wesentlich private Sammler und Forscher beitrugen. Die Privatsammlung von Gerhard Schneider erlaubt einen einzigartigen Überblick über die Verfolgung der Kunst im „Dritten Reich“.

Vernissage und Öffnungszeiten 

Bei der Vernissage am Samstag, 30. April, um 18 Uhr im Kallmann-Museum Ismaning wird eine Sonate des als entartet verfemten Komponisten Erwin Schulhoff aufgeführt. Die Ausstellung ist bis 11. September zu sehen. Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags von 14.30 bis 17 Uhr. Eintritt: vier Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

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