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Großer Andrang bei der Bürgerversammlung.

Lärm und enge Straßen

Busse nerven Anwohner in Fischerhäuser

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Ein Dauerstreit-Thema sind die Busse in Fischerhäuser: Viele Anwohner sind genervt von Lärm und Chaos in engen Straßen. Überhaupt ist der Verkehr Thema Nummer eins im Ortsteil.

Fischerhäuser – Einmal stündlich kommt der Bus nach Fischerhäuser Den Anwohnern sind die Fahrzeuge aber seit Jahren ein Dorn im Auge. Ihrem Ärger machten sie bei der Bürgerversammlung im Ortsteil Luft. Manuela Sill, bei der die Buslinie 230 direkt am Haus vorbeifährt, sagte, dass es für sie einmal stündlich mit der dörflichen Ruhe vorbei ist. „Ich lade Sie gerne einmal zu einer Dezibelmessung auf unsere Terrasse ein“, sagte sie an Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) gewandt.

Auch Vater Gerhard Sill ärgert sich über den Bus, ihn trifft’s an der Ecke Kirchenstraße/Flurstraße: „Die Busse, die meistens auch noch komplett leer sind, fahren bei uns durch Kleinststraßen. Es muss doch möglich sein, dass der Bus die Hauptstraße fährt und dort eine Wendeplattform geschaffen wird.“ Greulich wies daraufhin, dass die genauen Fahrtrouten nicht von der Gemeinde festgelegt werden. Die Kommune gebe die Meinungen der Bürger aber weiter.

Stefan Erber wollte wissen, wie der Sachstand bezüglich der Überlegungen ausschaut, an der Bundesstraße von Ismaning Richtung Hallbergmoos auf Höhe Fischerhäuser eine Tankstelle zu errichten, die auch ur Nahversorgung des Ortsteils beitragen könnte. „Das liegt im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamtes – und die haben zur Zeit drängendere Themen“, antwortete der Rathauschef mit Blick auf den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße, der angesichts des täglichen Staus mit hoher Dringlichkeit im Bundesverkehrswegeplan steht.

Das Thema Verkehr beschäftigte Greulich auch in seinen Ausführungen vornehmlich – oft auf positive Weise. Denn an den Straßen in Fischerhäuser gibt es ihm zufolge keine zwingenden Gründe für Veränderungen, baulich sowie bei den Verkehrsregelungen. Immer wieder gab es Diskussionen über einen Ausbau der Flurstraße. Der Bürgermeister erklärte, dass eine solche Maßnahme den Charakter einer Ersterschließung hätte und die Anlieger dann 90 Prozent der Kosten tragen müssten. Bei einer Umfrage sprachen sich die Anlieger schon deswegen gegen dieses Projekt aus. Der Bürgermeister betonte in diesem Zusammenhang, dass diese noch nicht erfolgte Ersterschließung nichts zu tun habe mit der Diskussion über die Straßenausbaubeitragssatzung, die abgeschafft werden soll.

Ein weiteres Diskussionsthema unter den Anwohnern ist das Tempo, mit dem Autos durch die Wiesstraße fahren. „Durch das versetzte Parken kann in der Zone 30 gar nicht schnell gefahren werden“, sagte Greulich. Auch in der Freisinger Straße, der Hauptstraße von Fischerhäuser, ergaben Geschwindigkeitsmessungen keinen Handlungsbedarf.

Etwas anders bewertet der Ismaninger Rathauschef die Situation an der umgebauten Lenzenfleck-Kreuzung, wo die Straße von Ismaning nun wieder Vorfahrt in Richtung Sportpark/Fischerhäuser hat. „Der Umbau ist im Großen und Ganzen recht gut gelungen“, sagte er, „aber wir beobachten wieder eine schnellere Fahrweise.“ Dieser neuralgische Punkt des Ismaninger Straßennetzes steht daher weiter unter Beobachtung. Verbessert wurde bereits die Situation an der Sportanlage Fischerhäuser, wo der erweiterte Parkplatz mittlerweile befestigt wurde.

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