Nicht neu, aber sichtbarer: Die Gemeinde weist mit diesen Schildern auf das Hunde-Verbot am Eisweiher hin.
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Nicht neu, aber sichtbarer: Die Gemeinde weist mit diesen Schildern auf das Hunde-Verbot am Eisweiher hin.

Die Regel besteht seit Jahren

„Das ist Diskriminierung“: Neuer Ärger um altes Hunde-Verbot am Eisweiher

  • vonNico Bauer
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Am Eisweiher in Ismaning besteht ein Hunde-Verbot. Und das seit Jahren. Für viele Halter scheint das aber neu zu sein. Sie ärgern sich deswegen.

Ismaning – Das Hundeverbot am Ismaninger Eisweiher gibt es seit vielen Jahren. Schilder rund um das Gewässer verdeutlichen diese Regel neuerdings – und machen sie damit für viele Herrchen und Frauchen offenbar zu einem Novum. Stellvertretend für die Betroffenen schimpfte Petra Apfelbeck (CSU) nun im Gemeinderat: „Das ist eine klare Diskriminierung von Hundehaltern.“

Doch von vorne. Die Gemeindeverwaltung hat seit Jahren Probleme mit dem Konflikt zwischen Badegästen und Hundehaltern, die das bestehende Verbot ignorieren. Ärger gibt es wegen frei umherlaufenden oder badenden Hunden und natürlich auch wegen nicht beseitigten Hinterlassenschaften auf den Liegewiesen und Wegen. Die Beschwerden nahm die Gemeinde zum Anlass, die Beschilderung des Hundeverbotes zu überprüfen. Sie stellte neue Schilder auf – und die befeuern nun den Konflikt. Für viele Ismaninger wirkt das nämlich wie eine neue Regelung.

Braucht es eine „Eisweiher-Polizei“?

Petra Apfelbeck wohnt in der Nähe des Eisweihers und spricht von einer „erheblichen Benachteiligung“. Sie müsse wegen der Regelung mit ihrem Hund einen Umweg über die Dorfstraße nehmen, um den Taxet-Wald zu erreichen. Natürlich gebe es schwarze Schafe unter den Haltern, aber das Fehlverhalten sei bei weitem nicht so schlimm, wie es die Verwaltung darstelle.

Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) konnte die Aufregung nicht wirklich verstehen. Die Gemeinde habe rechtlich ja überhaupt nichts geändert, nur eben die Schilder sichtbarer gemacht. Zudem gebe es in der Nähe des Fußwegs am See auch andere Wege, die Hundebesitzer nutzen dürften. Obendrein könne der Gemeinderat mit einer Grünanlagensatzung für den in Ismaning beliebten Eisweiher die Regelungen für Benutzer aller Art konkretisieren. Jedoch müsste das auch kontrolliert werden. „Wenn wir eine Satzung machen, brauchen wir auch unsere Eisweiher-Polizei“, erläuterte Gemeinde-Geschäftsführer Andreas Hobmeier. Die Verwaltung schlug auch vor, dass wegen der starken Nutzung des Erholungsgeländes – beispielsweise durch Spielplätze – das Hundeverbot weiterhin ganzjährig gelten soll.

Bei der Gegenstimme von Apfelbeck bestätigte der Gemeinderat dann auch mit einer zustimmenden Kenntnisnahme das Vorgehen der Gemeindeverwaltung.

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