Ballsporthalle im Sportpark
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In den Endzügen: Die Ballsporthalle im Sportpark soll in diesem Jahr fertig werden.

Ausblick

„Das ist ein Planungsjahr“: Das steht 2021 in Ismaning an

  • vonNico Bauer
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Mehr anschieben statt bauen, so lautet das Motto in diesem Jahr in Ismaning. Diese Projekte stehen alle an.

Ismaning – In seinen sieben Jahren als Bürgermeister hat Alexander Greulich (SPD) gelernt, dass es in Ismaning nie langweilig wird. Das ist auch dieses Jahr der Fall, wenn auch etwas anders. Normalerweise sind die Ismaninger ja Baumeister, aber 2021 warten andere Aufgaben. „Das wird für uns ein Planungsjahr“, sagt Greulich. Die Gemeinde Ismaning stellt demnächst die Ballsporthalle im Sportpark fertig und geht die Sanierung mit Erweiterung des Kinderhauses an der Dorfstraße eine historische Einrichtung an. Ismanings ältestes Kinderhaus wird auf modernes, zeitgemäßes Niveau angehoben.

Im Planungsjahr 2021 ist auch das technische Rathaus der konkrete Teil. Ein unscheinbares, in der Kinderbetreuung genutztes Haus neben dem Bürgersaal wird heuer abgerissen. Dort soll das technische Rathaus entstehen. Dieses wird künftig keine fünf Fußminuten durch den Hain – einen wunderschönen Park – vom Rathaus entfernt sein. Mit dem technischen Rathaus bekommt die Gemeindeverwaltung den großen Wurf, bei dem dann alle zusammen gehörenden Abteilungen wieder zusammen sind.

Abriss naht: In dieses Gebäude am Bürgersaal zieht das technische Rathaus ein.

Das spezielle Problem Ismanings war seine Schönheit. Das Schloss mit seinen Nebengebäuden (Kutscherbau, Haus Schlossstraße 4) müsste mit extremem Fingerspitzengefühl aufgrund der Historie umgebaut und erweitert werden. Hier machte man sich jahrelang Gedanken und nun steht die Lösung mit dem Nebenrathaus, das zukunftsfähig gebaut werden soll. Das beinhaltet unter anderem eine Erweiterung der Tiefgarage in der Ortsmitte.

Teil zwei des Ismaninger Planungsjahres ist die Ausrichtung bei den Schulen. Die Grundschule an der Camerloher Straße hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren modernisiert und erweitert. Nun braucht es Lösungen für die Schule am Kirchplatz, die aus allen Nähten platzt. Bürgermeister Greulich macht deutlich, dass für ihn kein Weg an einer dritten Grundschule vorbeiführt. Nach einer im Süden (Camerloher) und einer in der Mitte (Kirchplatz) ist ein Standort im Osten folgerichtig. Denn nur in diese Richtung kann Ismaning mit Wohngebieten weiterwachsen. Nördlich von Ismaning befindet sich Gewerbe und der Sportpark, westlich die Isar samt Auwald und südlich will man immer einen Puffer Richtung Unterföhring lassen. Nun sucht der Gemeinderat einen Standort, an dem eine dritte Grundschule irgendwann der Mittelpunkt sein könnte. Das Gremium muss also bei der richtungweisenden Entscheidung weit in die Zukunft denken.

Parallel geht es um die Erweiterung des Gymnasiums, wobei hier die Fläche bereitsteht. Hier geht es nur um die handwerkliche Lösung für eine gute, langfristige Lösung. Das gilt auch für die großen Straßen. Beim vierspurigen Ausbau der B 471 dürfte sich noch nicht viel tun im Planungsjahr 2021. Das Staatliche Bauamt hat mit der Garchinger Kreuzung und dem Neubau der Isarbrücke noch genug zu tun. Die Ismaninger werden sich intensiv mit der Ortsdurchfahrt beschäftigen, wobei die Rückstufung der Staatsstraße zur Kreisstraße schon ein Thema ist. Nicht zuletzt wegen den guten Erfahrungen mit dem neuen Kreisverkehr an der Mayerbacherstraße werden neue Kreisverkehre an den Ampelkreuzungen diskutiert. So kann der Verkehr entschleunigt werden und doch fließen. Ismaning muss 2021 seine Positionen finden und das Staatliche Bauamt überzeugen.

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