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Platz für 43 Eigenheime bietet die Fläche.

Pläne für Fischerhäuser auf den Weg gebracht

Endlich Baugrund für Einheimische

Endlich: Nach vielen Jahren hat der Gemeinderat das Einheimischenmodell Fischerhäuser auf den Weg gebracht. Das reicht nicht jedem.

Ismaning – Rund zwei Dutzend Bürger waren zur Gemeinderatssitzung gekommen, um den finalen Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 122 „Fischerhäuser“ zu verfolgen. Damit machte der Gemeinderat nach jahrelangen Diskussionen den Weg frei für 43 Eigenheime von Ismaninger Bürgern.

Die letzten Abwägungsbeschlüsse waren reine Formsache. Der Satzungsbeschluss erfolgte einstimmig. „Seit dem ersten Beschluss sind 15 Jahre vergangen, was für Ismaning ein Rekord sein dürfte“, sagte Bruno Rimmelspacher (SPD) über die sehr schwere Geburt des nun auf den Weg gebrachten Einheimischenmodells. 43 Grundstücke stehen zur Verfügung und bieten Platz für sechs Reihenhäuser, 14 Doppelhäuser sowie 23 Einzelhäuser.

Rimmelspacher stellte zufrieden fest, dass der Verkehr für das künftige Wohngebiet zwischen Freisinger und Erdinger Straße in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen ist. Seit der Fertigstellung der Bundesstraße 388 nutzen deutlich weniger Autofahrer den Ortsteil Fischerhäuser als Schleichweg. Der SPD-Gemeinderat machte mit dem Abschluss des Bebauungsplan-Verfahrens auch gleich Druck: Er forderte, den seit langem wartenden Bürgern und potenziellen Bauherrn möglichst schnell die Chance zu geben, sich für die Grundstücke zu vergünstigten Konditionen zu bewerben.

Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) antwortete seinem Fraktionskollegen, dass bis Mitte dieses Jahres nun erst einmal Erschließungsmaßnahmen erfolgen, bevor die Areale bebaut werden können. Rimmelspacher wünschte sich aber, dass das Bewerbungs- und Auswahlverfahren der künftigen Hausbauer ein Stück weit parallel zu diesen Erschließungsmaßnahmen gestartet wird. Diesen Vorstoß unterstützte Peter Aurnhammer (CSU), „weil die Bürger ja wissen wollen, wo sie dran sind“.

Gemeinderat Günter Glasner (FWG) gibt der genauen Vermessung der einzelnen Grundstücke oberste Priorität, bevor die Bewerbungsphase startet. „Es möchte ja keiner die Katze im Sack kaufen.“ Der Bürgermeister sagte zu, in den kommenden Wochen seitens der Verwaltung einen Zeitplan für die nächsten Schritte bis zu den Grundstücksvergaben zu erstellen.

Mit dem Einheimischenmodell Fischerhäuser ist für den stellvertretenden SPD-Fraktionssprecher Rimmelspacher das Thema Wohnbau nicht erledigt. „Wir sollten so etwas kurz- bis mittelfristig auch für den Hauptort ins Auge fassen“, sagte der Gemeinderat. In den Neubaugebieten nahe der Adalperostraße kann sich Rimmelspacher vorstellen, ein paar Parzellen als Baugebiet für Einheimische auszuweisen.

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