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Das Radeln im Blick haben (v.l.) Petra Husemann-Roew, Landesgeschäftsführerin des ADFC; Alexander Greulich, Bürgermeister in Ismaning; Annette Gansmüller-Maluche, stellvertretende Landrätin (SPD); Ilse Aigner, Bayerische Wirtschaftsministerin (CSU); Armin Falkenhein, ADFC-Landesvorsitzender, und Bertram Brossardt, Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft.

ADFC-Landesversammlung in Ismaning

Das Fahrrad ist die Zukunft

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Die Lobby der Fahrradfahrer wächst und vor allem im Münchner Ballungsraum. Deshalb rief die Landesversammlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) in Ismaning hochrangige bayerische Wirtschaftsvertreter wie Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, und Ministerin Ilse Aigner (CSU) auf den Plan.

 Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) präsentierte stolz eine stark wachsende Gemeinde, die bei 16 800 Einwohnern und 14 500 Arbeitsplätzen um Verkehrsthemen nicht herum kommt. Die örtlichen Unternehmen fragen laut Greulich immer öfter nach Möglichkeiten für Fahrradfahrer und Projekten wie Mietfahrräder. 90 Delegierte aus 40 Kreisverbänden diskutierten in Ismaning stellvertretend für 25 000 ADFC-Mitglieder in Bayern. Sie applaudierten der Stellvertretenden Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) für die Anmerkung, „dass Bayern bei den Radschnellwegen hinterherhinkt“. Der ADFC-Landesvorsitzende, Armin Falkenhein, bemühte sich, Brücken zur Politik zu schlagen. „Stau ist wertvolle Zeit, die verloren geht“, war seine Kernbotschaft. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner gab er mit auf den Weg, dass „das Fahrrad ein Standortfaktor ist und jede Menge Geld spart“. Zumal gesunde Mitarbeiter auch weniger Krankmeldungen im Job haben. Die Ministerin selbst sprach über 9000 Kilometer bayerischer Radwege „und da sind keine Holperstrecken dabei“. Bei 72 Millionen Fahrrädern im Freistaat sei Bayern nicht nur ein Auto-, sondern auch ein Fahrradland. Dieses strebe mittelfristig im Verkehr eine Verdopplung auf 20 Prozent Radfahrer an und hat auch im Radtourismus Potenziale. Bertram Brossardt hat ein ähnliches Interesse: „Wir müssen länger arbeiten und da ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Gesundheit wichtig.“ Er machte deutlich, dass sich auch die Wirtschaft aktiv in den Ausbau von Fahrrad-Infrastrukturen einbringen möchte. Rudi Naisar, Fahrradbeauftragter der Stadt Garching, sieht die Landesversammlung positiv. „Ich habe für mich mitgenommen“, sagte er am Ende, „dass fahrradfreundliche Arbeitgeber in den Vordergrund gerückt werden. Die Verantwortlichen haben die Zeichen der Zeit erkannt.“ Er erinnert sich gut, dass Arbeitnehmer vor 15 Jahren für das Ziel, täglich mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz zu kommen, belächelt wurden. Die Gemeinde Ismaning nutzte die Landesversammlung, um den Beitrittsantrag als Körperschaft an den ADFC zu übergeben. Diesem Vorbild könnte schon bald die Stadt Garching folgen. Rudi Naisar kündigte einen entsprechenden Vorstoß im Stadtrat an.

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