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Ismaning erweitert seine Kläranlage

Ausbau der Kläranlage

Faulgase liefern Strom für Ismaning

Ismaning – Die Gemeinde erweitert ihre Kläranlage - für bis zu 3,1 Millionen Euro. Dann entstehen Strom und Wärme durch Faulgase.

Die wasserrechtliche Genehmigung der für 32 000 Einwohnergleichwerte genehmigten Kläranlage endet im Jahr 2019 und muss dann für weitere 20 Jahre erneuert werden. Die Bedarfsberechnung für zwei Jahrzehnte inklusive dem möglichen Wachstum der Gemeinde ergibt einen Bedarf von 38 000 Einwohnergleichwerten. Somit ist eine Erweiterung unumgänglich.

Variante 1 wäre der Ausbau mit dem bestehenden System. Das würde ein drittes Bewegungsbecken erfordern, für das ein angrenzender Teil der Isarauen gerodet werden müsste.

Dem gegenüber hat Variante 2 mit einer technischen Umstellung und der Einführung der Faulung gleich mehrere Vorteile. Die Technik des neuen Verfahrensschrittes kann auf dem bestehenden Gelände untergebracht werden, mit dem Abbau von einem der derzeit zwei Bewegungsbecken. Die Faulung hat den großen Vorteil, dass in dem Prozess mittels eines Blockheizkraftwerks Strom und Wärme erzeugt werden. Somit ist diese Option schon nach drei bis vier Jahren wirtschaftlicher. Die Investitionskosten von 3,1 Millionen Euro liegen über Variante 1 (2,3 Millionen Euro). 

Ein weiteres wesentliches Argument ist die um 95 Prozent niedrige Kohlenstoffdioxid-Emission der neuen Technik. „Diese Variante ist die zukunftsträchtigere“, sagte Bürgermeister Alexander Greulich (SPD). Auch umweltpolitisch mache die Gemeinde Ismaning einen weiteren Schritt, wenn die Kläranlage einen Teil ihres Strombedarfs selbst erzeuge.

Der Gemeinderat stimmte einstimmig für die Erweiterung auf 38 000 Einwohnergleichwerte mit der neuen Faulungs-Technik.

Nico Bauer

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