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Beliebter Unkrautvernichter: Glyphosat wird auf vielen Feldern versprüht.

Bei der Landtagswahl

Glyphosat: Bauern fürchten Koalition mit den Grünen

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Glyphosat ist für viele Bauern ein Reizwort. Kreisobmann Anton Stürzer fürchtet,es könnte eine schwarz-grüne Koalition im Freistaat geben. Das hätte gravierende Folgen für die Glyphosat-Debatte - und die Bauern. 

Ismaning – Die Stimmung der Landwirte ist auf dem absoluten Tiefpunkt. Bei der Gebietsversammlung des Bayerischen Bauernverbands (BBV) für den nördlichen und östlichen Landkreis redete sich Kreisobmann Anton Stürzer in Ismaning gehörig in Rage. Reizthema Glyphosat. Die EU hatte den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Ende 2017 verlängert. Hierzulande kritisieren viele Politiker und Bürger den CSU-Bundesumweltminister Christian Schmidt für dessen Alleingang bei der Abstimmung. Die Landwirte sagen: Ohne geht’s nicht. „Wir haben in der bayerischen Landwirtschaft die Benutzung von Pflanzenschutzmitteln heruntergefahren“, betonte Stürzer. Ganz ohne Glyphosat könnten aber Flächen in Hanglagen beispielsweise nicht mehr bewirtschaftet werden. Und dann „bekommt der Landwirt für sie nur noch 500 Euro im Jahr als Ausgleichsfläche“.

„Unbequemer CSUler“ 

Und der Kreisobmann fürchtet noch weit Schlimmeres: nämlich die Landtagswahl am 14. Oktober. Stürzer, „ein unbequemer CSUler“ und in seiner Partei gut vernetzt, erzählte, dass nach seinen Informationen hinter den Kulissen schon über eine Koalition von CSU und Grünen gesprochen werde. Denn für Schwarz-Gelb könnte es eng werden und sich ein Regieren mit den Freien Wählern schwierig gestalten. So könnte die CSU schon Ausschau halten nach anderen Koalitionspartnern. Stürzers größte Angst: „Wenn das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium zusammengelegt werden, haben wir Landwirte noch weniger mitzuschnabeln.“ Er will von Überlegungen für diese Zusammenlegung gehört haben – und dass dieses Ministerium dann an die Grünen fallen könnte. Und die fordern, Glyphosat schnellstens zu verbieten. Das wäre für die Landwirte ein herber Schlag.

Lieber Freie Wähler als Grüne

Kein Wunder also, dass der BBV-Kreisobmann den Landtagsabgeordneten Nikolaus Kraus aufforderte, sich in seiner Fraktion der Freien Wähler für eine Koalition mit der CSU stark zu machen. Denn „wir sind ehrliche Leute, machen ehrliche Arbeit und liefern qualitativ hochwertige Lebensmittel“. Zumal die deutsche Landwirtschaft aktuell schon erhebliche Nachteile im internationalen Wettbewerb habe durch meist mehr als fünfmal höhere Produktionskosten gegenüber den Bauern anderer Ländern.

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