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Freut sich auf die Eröffnung: Schulleiter Markus Martini nimmt am Dienstag mit 280 Schülern das Gymnasium in Betrieb.

Der erste Bauabschnitt ist Bezugsfertig

Gymnasium Ismaning eröffnet

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Punktlandung in Ismaning. Das neue Gymnasium startet am kommenden Dienstag rechtzeitig zum Schuljahresbeginn. Elf Klassen, 280 Schüler, 22 Lehrer und acht weitere Mitarbeiter nehmen dann das ehemalige Telehotel als Schulhaus in Beschlag, zumindest den ersten Bauabschnitt.

Ismaning– „Noch rocken die Handwerker die Schule“, sagt Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) und lacht. Laut schallt Radiomusik über die Gänge. In den Treppenhäusern und Klassenzimmern werkeln die Bauarbeiter. Am Dienstag umacht Uhr aber wird erstmals der Schulgong über die Lautsprecheranlage schallen. Spätestens dieses akustische Signal verkündet dann die neue Nutzung des einstigen Tagungshotels, das nach dem Umbau durch die Gemeinde das erste Ismaninger Gymnasium geworden ist. „Elf helle, großzügige Klassenzimmer stehen bereit“, Greulich ist zuversichtlich: „Die Punktlandung ist am Gelingen.“ Auch die Fachräume für die Naturwissenschaften werden fertig. 280 Schüler in elf Klassen nehmen am Dienstag den ersten Bauabschnitt in Betrieb. „In den nächsten Jahren wird die Schule wohl auf rund 900 Schüler anwachsen“, sagt Markus Martini. Er darf das neue Gymnasium als erster Schulleiter eröffnen. Der 49-Jährige war bisher stellvertretender Schulleiter am Ottfried-Preußler-Gymnasium in Pullach. In den vergangenen sechs Monaten hat er den Bau mitgesteuert und wurde zum 1. August vom Kultusministerium endgültig als neuer Schulleiter bestellt.

Am Dienstag wird er die neuen Fünftklässler und ihre Eltern begrüßen. Sie bilden insgesamt fünf neue Klassen. Für Kontinuität sorgen etliche Lehrer, die die bisherigen drei fünften und drei sechsten Klassen unterrichtet haben und ein Versetzungsgesuch vom Garchinger Werner-Heisenberg-Gymnasium nach Ismaning stellten. Das Schwerpunktfach Wirtschaftsinformatik wird erst im Schuljahr 2018/19 relevant, wenn die achte Jahrgangsstufe erreicht wird. Bis dahin soll auch geklärt sein, ob alternativ Spanisch oder Italienisch als dritte Fremdsprache möglich ist.

Idyllisch liegt die Schule am Seebach, nicht weit von VHS, Musikschule und S-Bahnhof entfernt. „Es entsteht tatsächlich das, was wir uns gewünscht haben“, sagt Bürgermeister Greulich zufrieden. Sein erster Termin nach dem Sommerurlaub galt gestern der Baustelle. „Auch an der Akustik in den Klassenzimmern haben wir nicht gespart.“ Nach dem ersten Bauabschnitt startet direkt der zweite: Weitere Klassenzimmer, der Mensatrakt und Musik- und Zeichensäle sollen bis Herbst 2018 fertig sein. „Denn dann nehmen wir die Vorläuferklassen für das Gymnasium Unterföhring auf, das ja fünfzügig werden soll“, sagt Greulich,

35 Millionen Euro wird der Umbau am Ende voraussichtlich gekostet haben. Nicht eingerechnet sind die Kosten für den Kauf des Gebäudes und für die neue Turnhalle an der Aschheimer Straße. Bis diese zur Verfügung steht, werden die Gymnasiasten in der Turnhalle der Realschule sowie in der Osterfeldhalle und im Schwimmbad Sport treiben.

Für die Öffentlichkeit wird das Schulhaus demnächst geöffnet: „Im Herbst organisieren wir für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft und für die Nachbarschaft einen Tag der offenen Tür“, kündigt Schulleiter Martini an, „dann können die Besucher einen Einblick in den ersten Bauabschnitt erhalten und sich über Teile der Baustelle führen lassen“.

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