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Nicht zu übersehen: Eine rote Eingangstafel weist auf das neue Gymnasium hin, das früher ein Tagungshotel war.

Schule in Ismaning eingeweiht

Vom Tagungshotel zum Top-Gymnasium

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Der Weg zum Ismaninger Gymnasium war ein spezieller. Mit der Einweihung ist aber nicht Schluss mit dem Schulbau im Nordlandkreis.

Ismaning – Eine der aufregendsten Baustellen Ismaning ist gestern beendet worden: Das neue Gymnasium feierte mit 400 Gästen eine Einweihung im großen Stil. Der Rahmen des Festes in der Aula passte zur Schule: „Wir profitieren von der Großzügigkeit eines Tagungshotels und der für eine Schule untypischen Architektur“, sagte Rektor Markus Martini. Denn dort, wo nun die Schüler lernen, stand früher das Commundo-Tagungshotel. Das Schöne: „Unsere Schüler nehmen jede Ecke dieses Hauses als Heimat an.“

„Mehrere Überraschungseier“

Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) machte aber auch deutlich, dass die Baustelle seiner Gemeindeverwaltung alles abverlangt hat. Dies ging von der Suche nach dem ausländischen Besitzer des Tagungshotels („Eine mittelprächtige Odyssee“) über die vorzeitige Beendigung des bis Ende 2018 laufenden Pachtvertrages bis hin zur Baustelle an sich, „bei der wir mehrere Überraschungseier verdauen mussten“. Am Ende habe man aber eine freundliche, großzügige Schule auf dem allerneuesten Stand bekommen für gut 40 Millionen Euro Investition der Gemeinde und noch einmal knapp zwölf Millionen Euro des Landkreises München.

Münchner zieht‘s auf Landkreis-Schulen

Mit Blick auf die Kosten sagte Landrat Christoph Göbel (CSU), dass er von neuen Gymnasien auch ganz andere Zahlen kenne – deutlich höhere. Er machte deutlich, dass die Bildungsbaustelle Nordlandkreis aber noch lange nicht abgeschlossen ist: „Früher stellte die Stadt München die Schulen bereit und unsere Kinder sind dorthin gefahren. Heute kommen die Münchner zu uns – und es werden in Zukunft immer mehr.“ Deshalb sei es logisch, dass der nördliche Landkreis weitere Schulen bekomme mit Ismaning und demnächst Unterföhring. Und ein Ende der gymnasialen Bauwelle sei nicht in Sicht.

Ex-Chef gratuliert

Rektor Martini freut sich jedenfalls jeden Tag, wenn er vom S-Bahnhof aus fünf Minuten durchs Grüne zu seinem Arbeitsplatz läuft, um den ihn wohl viele Schulleiter beneiden. Sein früherer Chef war einer der ersten Gratulanten bei der Einweihung. Adolf Präbst vom Bayerischen Kultusministerium hatte den Schulleiter einst als Mitarbeiter und sagte, „dass es wirklich beeindruckend ist, mit welcher Kreativität hier die Schule geschaffen wurde“. In eine ähnliche Kerbe schlug Landrat Göbel. „Das war nicht gerade der konventionellste Weg, um eine Schule zu bauen“, sagte er mit Blick auf den Umbau des Tagungshotels.

Über zwei Stunden lang wurde fröhlich gefeiert. Die Schulfamilie zeigte ihre Begeisterung mit Auftritten von zwei Chören, dem Orchester und mehreren jungen Musiktalenten. Alle diese jungen Menschen haben nun große Chancen, mit einer erfolgreichen Schulzeit und dem Abitur die Basis für die Erfüllung der eigenen Lebensträume zu legen. NICO BAUER

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