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Die Tragsäulen müssen verstärkt werden: Das ehemalige Telekom-Tagungshotel wird zum Gymnasium umgestaltet; in Neubauqualität.

Umbau des Telekom-Tagungshotels

Gymnasium Ismaning wird 12,6 Millionen teurer

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Ismaning - Das Ismaninger Gymnasium wird teurer, aber dafür besser. Nach aktuellen Planungen wird das ehemalige Telekom-Tagungshotel für 32,3 Millionen Euro zur Schule umgebaut.

Das Commundo Tagungshotel der Telekom ist im Januar ausgezogen. Damit kann die Gemeinde Ismaning beginnen, das Gebäude am Seidl-Kreuz-Weg zum Gymnasium umzubauen.

Die Untersuchungen brachten aber einige Überraschungen. Der Bestand muss baulich gestärkt werden und bietet im Zuge der notwendigen Zusatzarbeiten Raum für Optimierungen. Somit startet im September 2017 ein Gymnasium mit Neubauqualität, aber das hat seinen Preis: Die Kosten explodieren von 19,7 auf 32,3 Millionen Euro. 

Statik reicht nicht aus

Die Gemeinde hat noch während des Hotelbetriebs im Dezember erste Proben aus der Gebäudesubstanz entnommen und hatte da noch gehofft, nur auf kleinere Mängel zu stoßen. Im Januar zeigte sich dann, dass alle Säulen ertüchtigt werden müssen, mit 827 Trägern. Zu dem Nachbesserungsbedarf für die statischen Voraussetzungen kommt, dass entgegen der ursprünglichen Planung die Böden und die Decken entfernt werden müssen. Diese Bereiche werden dann auch gleich erneuert und optimiert. 

Schule in Neubauqualität

Architekt Manfred Felix erklärte bei seiner Vorstellung, dass die Gemeinde Ismaning so eine Schule mit kompletter Neubauqualität bekomme. Dieser Mehraufwand bedeutet finanziell eine Kostensteigerung von 19,7 auf 32,3 Millionen Euro. Zudem werden die Arbeiten in zwei Bauabschnitte unterteilt, von denen der erste im September 2017 und der zweite ein Jahr später abgeschlossen wird. Bis zum Schulstart 2017 werden alle lärmintensiven und Schmutz erzeugenden Bauarbeiten erledigt sein.

Die Planer zeigten auf, dass der Schulbetrieb im Herbst nächsten Jahres wie geplant beginnen kann. Die zwölf Klassen werden dann ein Jahr lang im westlichen Flügel des Erdgeschosses unterrichtet, bevor sie 2018 in den ersten Stock umziehen in die künftigen Klassenräume. Im Erdgeschoss werden dann die Fachräume untergebracht. „Ihre Schüler haben fantastische Bedingungen“, sagte Architekt Manfred Felix. Weiter sprach er von „einer Schule im Grünen mit ländlicher Idylle“. 

Echtes Schmuckkästchen

Auch Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) betonte, dass sich die Maßnahme trotz der Kostensteigerung lohne: „Hier passiert Vieles und hier passiert Gutes. Das wird ein echtes Schmuckkästchen.“ Der Rathauschef erklärte, dass die Gemeinde nun auch prüfen wird, ob es bei den statischen Mängeln noch Gewährleistungsansprüche für das 20 Jahre alte Gebäude gibt. Peter Aurnhammer (CSU) hat bei der möglichen Gewährleistung „eine Hoffnung nahe Null“. Günter Glasner (FWG) nahm die Neuigkeiten scherzend zur Kenntnis: „Da musst du ja Angst haben, dass die Bude zusammen fällt.“ 

Einig waren sich die Fraktionen des Gemeinderates bezüglich der Kostensteigerung. So machte Greulich deutlich, dass weiterhin ein Abbruch und kompletter Neubau nicht wirtschaftlich wäre. „Ein Neubau würde das Doppelte kosten“, sagte Peter Aurnhammer und verwies auf den Nachbarn Garching, wo es baulich einige Probleme gegeben habe. Ähnlich sah es Günter Glasner, der über die zwei Bauabschnitte nicht unglücklich ist: „Damit wird es für uns auch leichter zu bezahlen sein.“ Der Bürgermeister war zufrieden mit der Entwicklung: „Wir haben jetzt mehr Kosten, aber auch einen ganz anderen Standard."

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