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Ihre Fragen bekamen die Heidler bei der Ortsteil-Bürgerversammlung in Fischerhäuser beantwortet.

Bürgerversammlung

Heidlern stinken Verkehr und Biogasanlage

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Es waren die thematischen Dauerbrenner, die bei der Bürgerversammlung in Fischerhäuser angesprochen wurden. Zum B388-Ausbau wie zur Biogasanlage hatte der Bürgermeister Infos parat.

Fischerhäuser – Seit nunmehr fünf Jahren ist Alexander Greulich Bürgermeister von Ismaning. In all den Jahren konnte er sich nie beklagen, dass die Bürgerversammlung Fischerhäuser zu langweilig gewesen wäre. Auch heuer hatte er nach seinem Bericht reihenweise Bürger-Fragen zu beantworten.

Ein ganzes Paket an Fragen zur benachbarten Bundesstraße B 388 hatte Jens Dauner, der sich nach den Ausbauplänen des Bundes und dem Lärmschutz für Fischerhäuser erkundigte. Bürgermeister Greulich konnte ihm allerdings nur eine konkrete Antwort geben: Die beiden Bundesstraßen bei Ismaning (B 388 und B 471) sollen vierspurig ausgebaut werden und definitiv Bundesstraßen bleiben. Zur Bauzeit und den künftig erlaubten Geschwindigkeiten müsse die Gemeinde erst das Planungsverfahren abwarten. Denn erst dann müsse sich der Bund als Bauherr konkret erklären, und die Gemeinde könne in dem Verfahren antworten. Dasselbe gelte für eventuelle Lärmschutzmaßnahmen, die der Bund als Bauherr auch zahlen müsse.

In dem Zusammenhang beantwortete Greulich auch die ihm immer wieder gestellte Frage nach der Lücke in der Lärmschutzwand: „Der Gemeinde wurde das dafür notwendige Grundstück nicht zur Verfügung gestellt. Und seien Sie versichert, dass sich die Gemeinde darum bemüht hat.“ Den Bürgern von Fischerhäuser versprach er, dass die Gemeinde im Planfeststellungsverfahren genau hinschaue, um das Maximum für die Gemeinde heraus zu holen.

Doch nicht nur der Verkehr auf den Bundesstraßen beschäftigt die Heidler. Marco Schneider kritisierte die innerorts zu schnell fahrenden Autos auf der Erdinger Straße. Er wiederholte die Forderung der Eltern aus dem Neubaugebiet, für die Kinder einen Fußgängerüberweg zu erreichten. „Derzeit werden die Kinder von einer Mutter begleitet“, sagte er. Für einen Zebrastreifen, erklärte Greulich, gebe es gesetzlich festgelegte Voraussetzungen. „Teilweise wird es mehr als kritisch gesehen, was wir alles für die Sicherheit tun“, sagte der Bürgermeister. In dem Fall habe die Kommune aber alle ihre Möglichkeiten ausgeschöpft.

Neben dem Verkehr stinkt ein anderes Thema den Bürgern – im wahrsten Sinne des Wortes. Manfred Kappl und Albert Orthuber erkundigten sie nach dem Genehmigungsverfahren für die Biogasanlage am Karlshof. „Wir haben manchmal ein paar Düfte zu schnuppern“, sagte Orthuber vielsagend und fragte besorgt, ob die Anlage der Landeshauptstadt verdeckt erweitert werden soll. Greulich erklärte hier, dass der neue Bebauungsplan und das laufende Verfahren notwendig seien, um den Strom der bestehenden Anlage in das Netz einspeisen zu können.

nb

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