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Aufmerksam machen auf die Hospizarbeit wollen (v.l.) Micaela Kochenhaas, Johanna Hagn, Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich, Melanie Hörl vom Landratsamt und Luise Stangl. 

Im Fluss der Gezeiten

Der Hospizkreis Ismaning zeigt eine Austellung, deren Bilder einen Eindruck vermitteln von den Gefühlen in der letzten Phase des Lebens.

Ismaning– Der Tod als Ende des Lebens ist ein Thema, mit dem sich viele Menschen nicht gerne auseinandersetzen. Die Hospizkreise im Landkreis München dagegen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Sterbende und deren Familien in den letzten Wochen, Tagen und Stunden auf den Tod vorzubereiten.

Der Hospizkreis Ismaning stellt bis zum 3. April in der Volkshochschule an der Seidl-Mühle Bilder aus, die Gefühle in der letzten Lebensphase widerspiegeln. Die Ausstellung „Fluss der Gezeiten“ ist eine Sammlung des Landratsamtes, bei der Fotos kombiniert werden mit emotionalen Gedichten. Die Ausstellung besteht aus den Teilen Hoffnung, Wertschätzung und Respekt, Vertrauen und Ordnung, Güte, Angst, Geduld, Einsamkeit, Aufrichtigkeit, Liebe, Mut und Glück, Selbstbestimmung und Lebensqualität sowie Dankbarkeit. Die Bilder dazu reichen von der Nahaufnahme einer Pfütze während des Regens über grüne Naturlandschaften bis hin zu Details wie einer Blume zwischen zwei Betonsteinen.

Mit Emotionen möchten die 18 Aktiven des Hospizkreises Ismaning auf ihre Arbeit hinweisen. Die zwölf Oberbegriffe der Ausstellung zeigen die Eigenschaften, mit der die Helfer, die Patienten und deren Familien konfrontiert werden im Prozess des Lebensendes. „Wir als Hospizhelfer wollen den Sterbenden vor allem Hoffnung geben“, sagte Hospizkreis-Vorsitzende Johanna Hagn. Man biete sich an als vertraute Person, die dann auch den Familien Antworten auf drängende Fragen geben kann.

Die Ausstellung, Untertitel „Eine Reise durch die Gefühle“, soll der Öffentlichkeit die Hospizarbeit näher bringen. Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich sagte bei der Ausstellungseröffnung, dass dieser eher im Stillen agierende Verein eine wichtige Säule des Ismaninger Sozialsystems sei. Deshalb stelle die Kommune dem seit nun 14 Jahren bestehenden Hospizkreis die Räume für Beratungsangebote zur Verfügung. „Ihre Arbeit verdient die höchste Anerkennung“, sagte Greulich an die Adresse der Aktiven.  nb

Der Hospizkreis

in Ismaning hat sein Büro am Bahnhofsplatz 11 jeden Mittwoch von 15 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Für Fragen und Gespräche ist die Einrichtung auch telefonisch zu erreichen unter 089/12 50 84 62 oder 0176/10 31 79 92. Aber auch per E-Mail an: ismaning@igsl-hospiz.de oder info@hospizkreis-ismaning.de. Weitere Informationen über die Arbeit des Vereins gibt es unter www.hospizkreis-ismaning.de.

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