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Im Gespräch mit der Chefin der Landesgruppe: (v.l.)  Annette Reiter-Schumann, Gerda Hasselfeldt, Florian Hahn.

CSU-Neujahrsempfang

In Ismaning kein Wort zum Konflikt mit der CDU

Ismaning – Für viele stolze Bewohner des weißblauen Bundeslandes ist Bayern das bessere Deutschland. Die Argumente dazu lieferte Gerda Hasselfeldt beim Neujahrsempfang der CSU in Ismaning.

Gut ein halbes Jahr vor dem Abschied in die politische Rente sprach die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag über die aktuelle Politik – ohne die Differenzen von CSU und CDU anzusprechen. Mit knapp 100 Gästen hatte die CSU so einen freundlichen Neujahrsempfang, der aber nicht alle Fragen beantwortete. Nicht nur Annette Reiter-Schumann, Vize-Vorsitzende der CSU Ismaning, hätte gerne von der Festrednerin etwas gehört zu den Differenzen zwischen den Schwesterparteien CSU und CDU am Anfang des Wahljahres. Dazu sagte Hasselfeldt nichts.

„Hort der Stabilität und des Wohlstandes“

Die ehemalige Bundesministerin und Vizepräsidentin des Bundestags zeichnete von Deutschland das Bild von „einem Hort der Stabilität und des Wohlstandes“. Gerda Hasselfeldt zählte positive Entwicklungen auf wie die Beschäftigungslage, „die in Bayern und dem Großteil Deutschlands so gut ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr“. Auch bei sozialen Verbesserungen von der Kinderbetreuung bis zu Pflegeunterstützungen sieht sie das Land auf einem guten Weg: „Wir machen die Politik nicht für uns, sondern für die nachfolgenden Generationen.“

Die Berliner können es nicht

Wesentlicher Punkt ihrer Festrede war der Vergleich der beiden großen Schocktage in Deutschland 2016 mit dem Münchner Amoklauf und dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Während in München direkt nach der Tat das öffentliche Leben binnen kürzester Zeit lahmgelegt wurde, hätten die Sicherheitsbehörden in Berlin nach der Tat die weiteren Weihnachtsmärkte nicht geschlossen, um der Gefahr mehrerer Anschläge an unterschiedlichen Orten entgegenzutreten. Hasselfeldt betonte, dass Deutschland für seine Sicherheit gute Gesetze habe, die aber auch angewendet werden müssten. Sie attackierte auch den politischen Gegner aus dem rot-rot-grünen Lager, der am liebsten keine Asylbewerber abschieben möchte.

Umgeben von Chefinnen

Zuvor zeigte sich ein gut gelaunter Bundestagsabgeordneter Florian Hahn, der sich gerne Frauen unterordnet: „Ich bin ja umgeben von Chefinnen mit Kanzlerin Merkel, Gerda Hasselfeldt in der CSU-Landesgruppe und zu Hause meiner Frau.“ Sein besonderer Gruß ging an Alicia Becker, Piernicolo Bilato und Lea Maier. Die drei Schüler der Musikschule Ismaning sind Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und umrahmten den Empfang musikalisch. „Zwei Jahre Klavierunterricht war die schlechteste Investition meiner Eltern“, scherzte Hahn. Nach dem musikalischen Ausflug sei er in die Junge Union eingetreten, was die Eltern dann auch günstiger gekommen sei.

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