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132 Befürworter haben die Petition unterschrieben, die Andreas Schlosser (r.) Rathauschef Alexander Greulich bei der Bürgerversammlung überreichte.

Unterschriften-Aktion im Seidl-Kreuz-Weg

Widerstand am „SUV-Catwalk“: Anwohner wehren sich gegen Verkehr zum Gymnasium

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Die Anwohner am Seidl-Kreuz-Weg haben den Hol- und Bring-Verkehr rund ums Gymnasium satt. Sie fordern die Gemeinde auf, die Eltern einzubremsen. Der Bürgermeister zeigt Verständnis.

Ismaning – Das Gymnasium in Ismaning hat längst in allen Bereichen den Betrieb aufgenommen, ab voraussichtlich April wird die neue Sporthalle ihrer Bestimmung übergeben. Durch diese neuen Einrichtungen kommt aber auch weiterer Verkehr in die Aschheimer Straße und den Seidl-Kreuz-Weg, was die Anlieger ziemlich stört. In der Bürgerversammlung übergaben Kerstin Bichlmann und Andreas Schlosser nun 132 Unterschriften mit der Bitte, dass die Gemeinde den Verkehr einbremst.

Die Straße, die der evangelische Pfarrer Carsten Klingenberg als „unseren SUV-Catwalk“ bezeichnete, hat durch die Schule samt elterlichen Hol-Und-Bring-Service in den vergangenen Jahren immer mehr Verkehr abbekommen. Tendenz steigend. Aktuell wird am Seidl-Kreuz-Weg die evangelische Kindertagesstätte gebaut und neben dem Gymnasium soll noch die dritte Grundschule eingerichtet werden. Kerstin Bichlmann kritisierte, dass die Autofahrer sich wenig bis gar nicht an die Verkehrsregeln halten: „Wenn man hier in der Tempo-30-Zone ordnungsgemäß fährt, wird man überholt.“ Sie betonte, dass 98 Prozent der Anlieger bei der Unterschriftensammlung zugestimmt haben zu dem Vorstoß im Rahmen der Bürgerversammlung.

Fester Blitzer? „Es geht uns nicht um Abzocke, sondern um Sicherheit“

Für Bürgermeister Alexander Greulich sind die Beschwerden der Anlieger am Seidl-Kreuz-Weg nicht neu und auch verständlich. Er erklärte, dass die Gemeinde Ismaning an der Wohngebietsstraße und auch der Aschheimer Straße bereits Geschwindigkeitsanzeigen aufgestellt hat und die Messwerte aufgezeichnet werden. „Diese Daten werden wir auswerten und analysieren“, sagte Greulich, „die Spitzenwerte geben wir auch der Polizei weiter.“

Der Bürgermeister weiß aber auch, dass die Polizei nicht das Personal habe für ausgiebige Kontrollen. Deshalb bedauert er es, dass in Bayern nicht wie in Baden-Württemberg feste Blitzer aufgestellt werden können. „Das sollte auch in Bayern möglich gemacht werden“, sagte Greulich, „denn es geht uns nicht um Abzocke, sondern um Sicherheit.“ In dem Punkt sind sich der Bürgermeister und die 132 besorgten Anlieger am Seidl-Kreuz-Weg einig.

Lesen Sie auch: Ismaning fordert eine FOS/ BOS

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