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Ein Freibad für Ismaning? Warum nicht, denkt sich eine Bürgerin.

Anfrage bei Bürgerversammlung

Ismaningerin regt Bau eines Freibads an: Das sagt der Bürgermeister dazu

  • vonNico Bauer
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Ein Freibad auf der Gemeindegrenze zu Unterföhring hat eine Ismaningerin bei der Bürgerversammlung vorgeschlagen. Der Bürgermeisterin nahm dem Vorschlag prompt Wind aus den Segeln. 

Ismaning – Bürgerversammlungen in Ismaning sind bekannt dafür, dass sie meist besser als anderswo besucht sind – und die Anwesenden nehmen auch kein Blatt vor den Mund. Auch heuer gab es reichlich Anfragen und Vorschläge über die zwei Unterschriftenlisten hinaus. Es ging dabei unter anderem um radioaktives Wasser und ein Freibad in kommunaler Co-Produktion.

Christian Pittig nutzte die Bürgerversammlung, die Einleitung von schwach radioaktiven Abwassern des Garchinger Forschungsreaktors FRM II in die Isar zu kritisieren. Die Gemeinde hatte sich massiv dagegen ausgesprochen, aber das Landratsamt verlängerte die Ende 2019 ausgelaufene Genehmigung um weitere 20 Jahre. „Das war eine katastrophale Entscheidung“, sagte Pittig und fragte Landrat Christoph Göbel (CSU), „wie ihre Behörde eine so umweltschädliche Entscheidung treffen konnte“. Der Landrat verwies auf die gesetzlichen Vorgaben „und da werden alle Grenzwerte weit unterschritten. Die Einleitung hat keine negativen Folgen für Flora und Fauna.“ Außerdem haben Genehmigungsbehörden wenig Spielraum, wenn es sich nur um Folgegenehmigungen, aber keinen Neubau handle.

Ein Freibad auf der Gemeindegrenze?

Einen kuriosen Vorschlag präsentierte Gertrud McKissick, die sich ein Freibad wünscht. Dieses könnten Ismaning und Unterföhring gemeinsam bauen „irgendwo auf der Gemeindegrenze“. Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) machte der Bürgerin aber „keine große Hoffnung“. Seine Gemeinde zahle beim eigenen Hallenbad gerne das jährliche Defizit von rund 1,5 Millionen Euro, damit Kinder und Jugendliche schwimmen lernen. Ein Freibad zwischen Ismaning und Unterföhring sei auch baurechtlich kaum umsetzbar.

Rainer Sigl ist ein ortsansässiger Mittelständler, der ein Lied vom Fachkräftemangel singen kann. Er wünschte sich daher von Gemeinde und Landkreis noch mehr Unterstützung bei den bürokratischen Hürden, um für Flüchtlinge Arbeitsgenehmigungen zu bekommen. Bürgermeister Alexander Greulich verwies hierbei auf die Angebote der Alveni-Sozialberatung und des Helferkreises in Ismaning. Darüber hinaus gebe es Stellen im Landratsamt, die auch gefragt werden könnten. Zudem werden demnächst bei den Flüchtlingsunterkünften Schulungscontainer aufgestellt werden, in denen die Bewohner für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden.

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Bezüglich der Suche nach Auszubildenden in Ismaning sagte der Bürgermeister, „dass wir bei unserer jährlichen Berufsbörse einiges bewegt und attraktiviert haben.“ Dennoch sei man immer offen für Verbesserungsvorschläge der örtlichen Unternehmen.

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