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Wilde Typen auf der Bühne: Im Singspiel treten alle auf, die in Ismaning Rang und Namen haben.
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Gut 400 Gäste feiern im frisch sanierten Bürgersaal mit.
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Kreativer Kopf des Sprüche-Spektakels: Max Eisenreich, alias Knaller Max.

Maibock-Anstich der CSU Ismaning

Da wird derbleckt wie im Wilden Westen

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In einem guten Western darf das klassische Duell nicht fehlen, bei dem am Ende immer nur einer überleben kann. Das „Duell am Lake Creek“ sorgt beim Maibockanstich in Ismaning für die ganz großen Lacher.

IsmaningZum vierten Mal veranstaltet der CSU Ortsverband am Samstag einen Maibockanstich. Gut 400 Gäste feiern im frisch sanierten Bürgersaal zur Musik der Feldkirchner Blaskapelle begeistert mit. Dorflegende „Knaller Max“ – weniger bekannt unter seinem Namen Maximilian Eisenreich – griff unterstützt ganz tief in die Trickkiste. Nach seiner Festrede entführte er als Regisseur des Singspiels das Publikum in den wilden Westen. Im Mittelpunkt des Duells standen der mit der Pistole bewaffnete Sheriff Greulich (Alex Vogel) und Annette Reiter-Schumann (Werner Stangl), die mit Pfeil und Bogen antretende Bürgermeisterkandidatin der CSU.

Wetten auf den Sieger

Zum Publikumsliebling wurde diesmal Luis Eisenreich, der sensationell den Ismaninger Unterhalter Hubert Zieglmeier nachmachte. Dieser nahm vor dem Duell Wetten von den Gästen im Saal an und moderierte das Vorgeplänkel.

Mittendrin im turbulenten Geschehen waren heuer Konrad Schraufnagel (Franz Deimel), Krausn Max (Ludwig Soller), Krausn Nick (Andi Bachinger), Andi Strasser (Bernhard Dobmeier), Pfarrer Bechschmidt (Daniel Sigl), Pfarrer James (Hansi Weber), Seppe Frey (Wolfgang Vogel), Andreas Hobmeier (Mike Warter) und Landrat Göbel (Seppi Kienast). Damit agierte so ziemlich alles auf der Bühne, was in Ismaning Rang und Namen hat.

Duell der Bürgermeisterkandidaten

CSU-Frau Annette Reiter-Schumann von den Blackfoot sollte den SPD-Bürgermeister von den Redskins aus dem Amt schießen („Ich bin gekommen, um zu siegen“) und versprach dem Sheriff dann auch, dass sie ihm nach dem Duell eine bewegende Grabrede halten werde.

Die Freeiriders vertraten Kreisrat Max Kraus und den Landtagsabgeordneten Nik Kraus, wobei Letzterer mit einem Schaukelpferd am Kostüm schon optisch die Lacher auf seiner Seite hatte.

Die Singspiele von Regisseur-Legende Knaller Max sind bekannt für ihre Gnadenlosigkeit, die diesmal vor allem Konrad Schraufnagel traf. Der bekam erst in der Predigt sein Fett weg für die selbst gefärbten Haare und wurde dann im Singspiel dargestellt als der Ismaninger Witze-Erzähler, der nur selbst über seine Kalauer („Hat ein Fliesenleger 500 Fliesen verlegt. Hoffentlich findet er sie wieder“) lacht.

Ismaning bietet genug Stoff für zwei Spektakel

Die Ismaninger haben so viele kreative Köpfe in ihren Reihen, dass ein Singspiel wie in München am Nockherberg nicht mehr reicht. Vor ein paar Wochen begeisterten die Freien Wähler mit ihrer Gaudishow beim Starkbierfest und nun folgte der Knaller Max mit dem zweiten Singspiel zum Maibock. Gut waren beide, und die beiden Parteien aus dem Ort machen sich auch keine Konkurrenz. An beiden Abenden war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die besten Sprüche in der Festrede von Max Eisenreich:

„Andreas Hobmeier ist in der Gemeinde die linke und die rechte Hand des Bürgermeisters. Jeder von den beiden ist froh, dass er den Job des anderen nicht machen muss.“

„Die SPD wird im Wahlkampf betonen, dass mindestens drei Gemeinderäte noch keine 70 sind.“

„Den Unterföhringern könnte es so gut gehen, wenn sie das Trauma mit Ismaning nicht hätten. Alles, was wir haben, wollen die auch: Hallenbad, Gymnasium, Bürgersaal, Grundschule, Sportpark, Sternwarte und Realschule.“

„Ich werde gerne mitfahren in der Unterföhringer Seilbahn, um dann von oben zu sehen, wie die Ismaninger Burschen wieder den Maibaum stehlen.“

Die besten Sprüche im Singspiel:

„Wir schreiben beim Ismaninger Bad 2020 keine roten Zahlen mehr, wenn wir es dauerhaft schließen.“

„Wir haben alle Showgrößen an der Hand: Nicki Krausi, PS Klausi, Tim Tupet…“

„Ich mag kein R sagen, weil des tut mich furchtbar plagen, wird deswegen oft geflachst, mir wurscht, bin der Krausn Max.“

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