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Das Drei-Millionen-Geschenk: Kallmann-Museum wird zum 30. umgebaut und saniert

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Von: Nico Bauer

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Für natürlichen Sonnenschutz sollen nach dem Umbau neue Bäume auf dem Vorplatz des Kallmann-Museum sorgen. visualisierung: gemeinde
Für natürlichen Sonnenschutz sollen nach dem Umbau neue Bäume auf dem Vorplatz des Kallmann-Museum sorgen. © Visualisierung: Gemeinde

Die Gemeinde Ismaning baut das Kallmann-Museum für knapp drei Millionen Euro aus. Mit der Sanierung werden auch einige Schwachstellen behoben.

Ismaning – Dieses Jahr feiert das Ismaninger Kallmann-Museum 30-jährige Bestehen und den Ruf eines überregional bedeutsamen Kunsthauses. Von der Gemeinde Ismaning gibt es nun das Geburtstagsgeschenk mit einer 2,96 Millionen Euro teuren Sanierung. Neben diversen Aufhübschungen werden die Schwachstellen des Gebäudes verbessert und obendrauf gibt es noch einen weiteren Ausstellungsraum.

Eine markante Erscheinung und eben doch eine Schwachstelle ist die Glasfassade des Museums im Ismaninger Schlosspark. Die Front sorgt innen für starke Erhitzung, und damit hat das Personal im Kassenbereich gerade an heißen Sommertagen keinen sonderlich angenehmen Job. Eine erste Planung 2020 sah ein ausfahrbares Sonnendach vor, das optisch umstritten war. Im vergangenen Jahr wechselte das Planungsteam und damit kamen neue Ideen, die das die Fassade veränderte Vordach überflüssig machten. Die neuen Architekten schlugen einen Austausch der Glasfassade vor mit speziellen Sonnenschutzfenstern.

Natürlicher Sonnenschutz

Teil zwei der Raumkühlung ist eine Lösung, wie es sich die Klimaschutzgemeinde Ismaning auf die Fahnen geschrieben hat. Der derzeit freie Vorplatz soll mit großen Bäumen versehen werden, die für den natürlichen Sonnenschutz sorgen. Auf den Zeichnungen der Architekten wird ein Treffpunkt mit Stühlen und Tischen vor dem Museum dargestellt.

Im Gebäude werden nach 30 Jahren logische Sanierungen und Aufhübschungen angegangen. Die große Veränderung wird die Überdachung des Innenhofes, der eigentlich für Freiluft-Veranstaltungen gedacht war und praktisch nie genutzt wurde. Somit ergab sich im Gebäude ein Rundgang durch acht verschiedene Räumlichkeiten. Nun gewinnt das Kallmann-Museum in der Mitte einen Raum dazu, der sich auch für Veranstaltungen oder Konzerte eignen soll.

Gemeinde übernimmt Bürgschaft

Im Gemeinderat kam sehr gut an, dass das vom Direktor Rasmus Kleine und Altbürgermeister Michael Sedlmair (Stiftungsvorsitzender) vertretene Museum auf eine wirtschaftliche Umsetzung des Projektes bemühte. Mit 299 000 Euro bringt die Stiftung selbst zehn Prozent der Kosten als Eigenmittel ein. Nach diversen Zuschüssen für das Museum bleibt für die Gemeinde Ismaning der Anteil von 1,62 Millionen Euro übrig. Zudem übernimmt man die Bürgschaft über 646 000 Euro. Das sind 80 Prozent von den 808 000 Euro, die die Stiftung des Museums als Darlehen aufnimmt.

Im Gemeinderat war man sich einig, dass nach 30 Jahren die Sanierungsmaßnahme auch dringend notwendig ist. „Ich bin froh, dass wir die erste Variante nicht umgesetzt haben“, sagte Nikolaus Kraus (FWG), der wegen dem Vordach einst gegen die Baumaßnahme gestimmt hatte. Er merkte an, dass es bei Architekten Sinn mache, auch einmal eine zweite Meinung einzuholen.  Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) betonte, dass das Museum mit vielen Gästen aus dem Großraum München ein wesentlicher Botschafter für Ismaning sei: „Dieses Museum ist schon lange kein Ort mehr, an dem einfach nur Bilder an die Wände gehängt werden.“

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