Pittoresk, aber baufällig: Die Gemeinde richtet das Wasserschlösschen für 100000 Euro her, künftig sollen hier Künstler ihre Werke ausstellen.
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Pittoresk, aber baufällig: Die Gemeinde richtet das Wasserschlösschen für 100000 Euro her, künftig sollen hier Künstler ihre Werke ausstellen.

Zukunftsplan

Kreativität im grünen Paradies: Das ist für das Wasserschlösschen geplant

  • VonNico Bauer
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Das malerische Wasserschlösschen liegt in einem grünen Paradies. Doch es ist baufällig. Nun hat die Gemeinde Ismaning einen Zukunftsplan aufgestellt. Künstler spielen eine entscheidende Rolle.

Ismaning – Die Gemeinde Ismaning hat trotz allem Wachstum noch viele natürliche und romantische Ecken, die vom rasanten Wachstum des Münchner Umlandes abgeschirmt sind. Ein solcher Ort ist das Wasserschlösschen, für das der Gemeinderat nun einen Zukunftsplan beschlossen hat. In Zusammenarbeit sollen Künstler die Gelegenheit bekommen, im grünen Paradies kreativ zu werden.

Das Wasserschlösschen in der Kolomansau ist nur wenige Hundert Meter vom Agrob Mediengelände entfernt und doch auf dem Weg in die Isarauen gut versteckt und von der Natur beschützt. Mittlerweile ist das kleine Paradies aber baufällig geworden und die Gemeinde Ismaning muss handeln. Deshalb bekam die Verwaltung vom Gemeinderat grünes Licht.

Baukosten: maximal 100 000 Euro

Die notwendigsten Maßnahmen zum Erhalt der Bausubstanz in die Wege leiten zu können. Mitarbeiter des Bauhofes haben in den vergangenen Wochen bereits das eine oder andere Stück der Haustechnik gerichtet und wieder in Stand gesetzt. Für die anstehenden Arbeiten rechnet die Bauverwaltung mit Kosten von maximal 100 000 Euro.

Zu der Instandhaltung kam noch die Frage nach der zukünftigen Nutzung des derzeit leerstehenden Wasserschlösschens. Ein Vorschlag war die Einrichtung einer Kindertagesstätte, aber das wäre bei aller Schönheit im Grünen und bei dem zweifellosen Charme der Idee rechtlich nicht umsetzbar. Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) verwies darauf, dass das Grundstück im Außenbereich liegt und ein Kindergarten nicht unter Privilegierung falle. Für einen Kindergarten bräuchte es zumindest kleinere Baumaßnahmen von Stellplätzen für das Betreuungsteam oder einen Wendeplatz für den elterlichen Bringverkehr. Das ist im Fall des Wasserschlösschens undenkbar und ohne Aussicht auf Genehmigungen.

Die Verwaltung schlug deshalb eine kulturelle Nutzung für das sensible Schätzchen vor. Die Vorstellung ist die Nutzung des Wohnhauses und des ehemaligen Pumpenhauses für ein Künstlerprogramm mit einem temporären Wohnen und künstlerischen Wirken in Ismaning. Das alles soll unter der Regie des Kallmann Museums aufgebaut werden. Künstler dürfen auf Einladung der Gemeinde drei bis sechs Monate an dem besonderen Ort arbeiten und sollen mit Ausstellungen, Veranstaltungen und auch Kontakten zu den Ismaninger Schulen. „Wir werden da wohl viele Bewerbungen bekommen“, prophezeite Johanna Hagn (SPD) schon einmal. Dieser Kunst-Idee stimmte der Gemeinderat dann auch einstimmig zu.

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