Eine Grundschülerin sitzt im Unterricht
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Die Schulbank drücken sollen Buben und Mädchen bald schon in einer neuen Grundschule.

Dritte Grundschule hat höchste Priorität

  • vonNico Bauer
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Die Gemeinde Ismaning braucht eine neue Grundschule. Der Bedarf ist so groß, dass das Projekt auf der Prioritätenliste nach ganz oben rutscht.

Ismaning – Die Voraussetzungen sind gegeben und nun möchte die Gemeinde Ismaning keine Zeit mehr verlieren beim Bau der dritten Grundschule. Die genießt nach einem Antrag von SPD und Freien Wählern nun oberste Priorität.

Die schulaufsichtliche Genehmigung für den Bau einer weiteren Grundschule liegt seit 2019 vor. „Dieser Prüfantrag ist schon fortgeschritten“, sagte Dritte Bürgermeisterin Luise Stangl (SPD) bei der Erläuterung des Antrags. Ihr Wunsch: 2021 wird das Planungsjahr, 2022 rücken dann die Bagger an auf einem gemeindlichen Grundstück an der Aschheimer Straße. „Dieser Standort ist nicht mehr in Frage zu stellen“, verdeutlichte die SPD-Gemeinderätin. Sie sprach auch deutlich die Verantwortung gegenüber der Grundschule am Kirchplatz an. „Wir versprechen den Lehrern und Eltern seit Jahren eine Lösung“, betonte Stangl und forderte nun Taten.

Die Dringlichkeit konnte auch Bürgermeister Alexander Greulich mit Zahlen füttern. Die Grundschule am Kirchplatz ist dreizügig geplant, also insgesamt maximal zwölf Klassen. Aktuell werden aber 17 Klassen unterrichtet und das steigere sich in den kommenden Jahren noch auf 19 Klassen. „Deshalb rückt die dritte Grundschule bei den Prioritäten auch nach vorne“, betonte Greulich. Das Bauprojekt stehe noch vor der Erweiterung des Gymnasiums.

Verwaltung soll heuer Pläne ausarbeiten

Um die Schüler am Kirchplatz unterbringen zu können, stehen seit einiger Zeit schon Container auf dem Pausenhof der Schule. Dazu mahnte Luise Stangl, „dass wir ohne die Erneuerung der Schulturnhalle nicht an die Zukunft der Schule denken können“. Hier könnte die dritte Grundschule auch Entlastung bieten mit einer weiteren Turnhalle.

Stangl ging noch einen Schritt weiter und äußerte den Wunsch, dass man die neue Schule nachhaltig mit Holz bauen solle. Der Gemeinderat habe entsprechende Gebäude schon besichtigt. Seitens der dritten großen Fraktion im Gemeinderat gab es auch klare Zustimmung. „Beim Bedarf gibt es keine Fragen mehr“, machte der CSU-Fraktionssprecher Peter Aurnhammer deutlich. Die Verwaltung hätte den Bau der Bildungseinrichtung aber auch so mit hoher Priorität vorangetrieben. Deshalb habe es den letztlich einstimmig genehmigten Antrag nicht benötigt.

Nun liegt der Ball bei der Bauverwaltung, um noch in diesem Jahr Konzepte und Zeitpläne für den Schulbau an der Aschheimer Straße auszuarbeiten.

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