So bleibt sie Generationen von Schülern in Erinnerung: die stets lachende Claudia Auer-Kiehlbrei in ihrem Büro. mic/a.
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So bleibt sie Generationen von Schülern in Erinnerung: die stets lachende Claudia Auer-Kiehlbrei in ihrem Büro. (Archivfoto)

Ihr Herz schlug für ihre Grundschule

Ein Jahr nach dem Ruhestand: Ex-Rektorin Claudia Auer-Kiehlbrei gestorben

  • vonNico Bauer
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„Guten Morgen, mein Herz!“ Generationen von Grundschülern hat Claudia Auer-Kiehlbrei in Ismaning so begrüßt. Nun ist sie gestorben. Ein Jahr, nachdem sie in den Ruhestand gegangen ist.

Ismaning – Die gute Seele von der Camerloherstraße wollte nach ihrem letzten Schultag reisen, wandern und das Leben genießen. Der Ruhestand endete für die langjährige Ismaninger Schulrektorin Claudia Auer-Kiehlbrei nach nur einem Jahr. Die beliebte Lehrerin verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit.

Claudia Auer-Kiehlbrei hat mehrere Generationen von Ismaningern unterrichtet. Sie begann ihre Schulzeit bereits 1993 in der Grundschule am Kirchplatz. 2005 folgte der Wechsel als Konrektorin an die Camerloher-Grundschule, 2013 übernahm sie die Schulleitung. Zuvor hatte Auer-Kiehlbrei 22 Monate lang eine Doppelrolle inne als Konrektorin und kommissarische Schulleitung in Vertretung ihrer erkrankten Kollegin. Sie war im Kollegium extrem beliebt, dank ihrer ansteckenden Herzlichkeit und des guten Klimas unter den Lehrern sowie den Kindern. Die Kollegen kannten sie Schulleiterin eigentlich fast nur lachend.

Dazu kommt das gewohnte Bild, das Hundertschaften von Ismaningern wohl nie vergessen: Claudia Auer-Kiehlbrei stand jeden Morgen am Haupteingang der Schule und begrüßte die Kinder mit einem Lächeln. Und dazu kam ihr Spruch: „Guten Morgen, mein Herz!“

„Sie hat wirklich für ihre Schule gelebt“

Das Herz der viel zu früh verstorbenen Pensionistin schlug immer für ihre Schule. Sie wohnte wenige Fußminuten von der Camerloher-Grundschule entfernt und war immer präsent. Es war auch ein gewohntes Bild, dass die Rektorin am Wochenende in ihrer Schule zugegen war. „Sie hat wirklich für ihre Schule gelebt“, sagt die heutige Konrektorin Gudrun Schamberger. Das letzte große Projekt vor dem Ruhestand war für Auer-Kiehlbrei die Bauzeit. Die Grundschule bekam einen millionenschweren Anbau mit neuen Räumen und einer Mensa für das Angebot der Ganztagsschule. Nach den 22 Monaten Doppelbelastung musste sie den Schulbetrieb mit Auslagerungen von Klassen in Container organisieren.

Sie selbst war ihr ganzes Schulleben lang Lehrerin in den ersten und zweiten Klassen. Die Herzensmission von Claudia Auer-Kiehlbrei war es, den Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Privat hat sie sich vor zwei Jahren von ihrem verstorbenen Mann verabschiedet. Claudia Auer-Kiehlbrei hatte eine Tochter und wollte den Ruhestand genießen mit Ausflügen in die Natur und Besuchen in Museen. Leider endete diese Lebensphase nun viel zu früh.

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