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Echte Urgesteine ehrte der Vize-Vorsitzende Christian Dobmaier, namentlich Michael Schmid, Josef Veicht und Franz Soller für jeweils 60 Jahre Mitgliedschaft (v.l.).

„Auf uns Ismaninger ist eben Verlass“

Feuerwehr zieht positive Bilanz - doch etwas ärgert den Kommandanten massiv

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Die Freiwillige Feuerwehr Ismaning hat ein arbeitsreiches Jahr hinter sich. Doch die Einsatzkräfte rückten nicht nur in der eigenen Gemeinde aus.

Ismaning – Die Feuerwehr Ismaning ist richtig gut aufgestellt. Das Personal brauchte man aber auch in einem arbeitsreichen Jahr. Zum einen feierte die Feuerwehr das 150-jährige Bestehen und zum anderen hatte man viele Einsätze. Neben den Alarmen im eigenen Ort war die Feuerwehr Ismaning als Nothelfer auch an anderen Orten aktiv.

Das 150-jährige Bestehen wollte die Feuerwehr mit einem großen Fest und mehreren Veranstaltungen feiern. Nahezu perfekt lief im Sommer zur Festwoche das Festwochenende mit dem legendären Konzert der Spider Murphy Gang. Der stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrvereins Christian Dobmaier bedauerte bei der Jahreshauptversammlung lediglich, dass beim Feuerwehrtag mit Vorführungen in historischen Gewändern der Dauerregen sehr schade war. Dennoch hat die Feuerwehr auch einiges durch den Aufwand gewonnen – unter anderem 17 neue Mitglieder.

Einsatzkräfte rücken auch in andere Gemeinden aus

„Unsere Feuerwehr hat sich hervorragend präsentiert“, lobte auch Bürgermeister Alexander Greulich, der kraft Amtes 1. Vorsitzender der Feuerwehr ist. Auch Kommandant Werner Kastner konnte einiges in der Jahreshauptversammlung berichten und dazu die Statistik mit 21 312 Stunden ehrenamtlichen Dienst präsentieren. Neben etlichen Aufgaben in Ismaning war die Feuerwehr diesmal auch außerhalb der Gemeindegrenzen aktiv. So reiste man Anfang 2019, als der Schnee das Oberland fest im Griff hatte, als Helfer nach Geretsried, Wolfratshausen, Sauerlach, Unterhaching oder Bayrischzell im Einsatz. An Pfingsten rückten die Ismaninger nach Germering aus, um die Folgen eines Hagelunwetters zu beseitigen. „Wir sind sehr stolz auf diese Hilfen in der Nachbarschaft“, lobte Greulich, „auf uns Ismaninger ist eben Verlass.“

Insgesamt hatte die Feuerwehr Ismaning im vergangenen Jahr 247 Einsätze und Kommandant Kastner betonte, „dass diese sehr aufwändig und zeitintensiv waren“. Zu den größten Herausforderungen zählten auch ein Großbrand bei einem Recyclingunternehmen in Hochbrück und ein Dachstuhlbrand an der Ismaninger Wasserturmstraße.

74 Fehlalarmen an Camerloher-Grundschule

Der Kommandant ärgerte sich aber auch, dass die Feuerwehr mit 74 Fehlalarmen von Brandmeldeanlagen einen traurigen Rekord zu verzeichnen hatte. Alleine zwölf Fahrten erfolgten zur Camerloher-Grundschule, wo der Alarm bei Bauarbeiten anging. „Ein weiteres Ärgernis sind die häufigen Wohnungsöffnungen in Verbindung mit dem Hausnotruf“, sagte Kastner. So biete ein großes Münchner Rettungsunternehmen einen 24/7-Notruf an, kassiere die Gebühren, aber Service und Nothilfe seien Aufgabe der örtlichen Feuerwehr. Kastner ärgert das sehr: „Die Alarmierung erfolgt meistens, weil der Betreiber die von ihm angegebene Hilfsfrist nicht einhalten kann.“

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung gab es wieder außergewöhnliche Ehrungen. Michael Schmid, Josef Veicht und Franz Soller gehören jeweils seit 60 Jahren dem Feuerwehrverein an. Ehrungen für den langjährigen aktiven Dienst erfuhren Andreas Bauer (35 Jahre), Franz Mösl (25 Jahre), Maximilian Dullinger und Felix Stelzl (je zehn Jahre).

Lesen Sie auch: Mitglied des Weltklimarats über Ismaning: „Dieses lokale Engagement wünschen wir uns“

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