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Da hatten sie noch genug Ismaninger Bier: die Vorstandsmitlgieder (v.l.) Günter Glasner, Christian Dobmaier und Werner Kastner.

Brauerei sitzt auf dem Trockenen 

Ismaning geht das Bier aus

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Es läuft nicht mehr in Ismaning. Seit kurzem haben die Ismaninger ihr eigenes Bier – mit dem Ergebnis, dass sie jetzt auf dem Trockenen sitzen. Der Ansturm der Bürger auf die Brauereigenossenschaft und den ersten Sud war nicht einmal ansatzweise zu erwarten.

Ismaning– Beim ersten Sud produzierte die Genossenschaftsbrauerei 25 000 Liter Bier und füllte es in 1500 Träger mit Halbliter-Flaschen ab. Die Tragerl wurden der Brauerei förmlich aus den Händen gerissen. „Der nächste Sud ist bereits bestellt, aber uns geht auch das Leergut aus“, sagt Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Alexander Greulich. Er bittet die Ismaninger, ihre Kästen wieder zum örtlichen Altinger-Getränkemarkt zurückzubringen.

Vorstandsmitglied Günter Glasner erklärt, dass die Ismaninger in etwa zwei Wochen wieder mit ihrem Ortsbier beliefert werden. Bis dahin bestehe nur noch die Chance, in umliegenden Gemeinden Ismaninger Bier zu kaufen. „In Aschheim steht noch das eine oder andere Tragerl herum“, sagt Glasner. Wenn die neue Bierlieferung kommt, dann werden sie die Ismaninger umstellen müssen von einer Halben Bier auf die kleineren Flaschen mit 0,33 Litern Inhalt. Nachdem dass Leergut mit den Halben auszugehen droht, dürfte es dann erst einmal nur die kleineren Flaschen geben.

Außerdem sind auch die Kästen mit den klassischen Halbliter-Bierflaschen bestellt und werden wohl vor Weihnachten in Ismaning geliefert. „Wir haben noch einmal 1500 Tragerl bestellt“, sagt Glasner, „das ist ein guter Sattelzug voll.“

Das Thema Leegut beschäftigt laut Glasner auch die Großen der Branche: „Wir sind in guter Gesellschaft, weil Augustiner und Tegernseer das gleiche Problem haben.“ „Unsere Brauereigenossenschaft hat alle ihre Jahresziele 2017 schon lange erreich“, stellte Bürgermeister Greulich stolz fest. Diese Ausgabe belegte Finanzvorstand Glasner mit Zahlen. Die Brauereigenossenschaft hat bereits 562 Mitglieder, die über 1000 Anteile gezeichnet haben. „Geld haben wir jetzt genug“, erklärt der Vorstand. Die Brauereigenossenschaft hat wochenlang gearbeitet und ist nun endlich auf dem aktuellen Stand mit der Versendung der Mitgliedsurkunden an die Anteilszeichner. „An unserem Weißbier wird auch schon gearbeitet“, sagt Greulich mit Blick auf die Erweiterung der Produktpalette. Das große Fernziel der Brauereigenossenschaft ist der Aufbau einer eigenen Kleinbrauerei mit eigenem Bräustüberl in Ismaning.

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