Inmitten der Kunst von Preisträgerin Yvonne Roeb stehen Michael Sedlmair (l.) und Museumsleiter Rasmus Kleine mit der Berliner Künstlerin. 
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Inmitten der Kunst von Preisträgerin Yvonne Roeb stehen Michael Sedlmair (l.) und Museumsleiter Rasmus Kleine mit der Berliner Künstlerin. 

Objekte jetzt im Museum zu sehen

Kallmann-Preis: Gewinnerin lüftet Geheimnis

  • vonNico Bauer
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Nun wird das Geheimnis gelüftet: Ab sofort sind die Objekte im Kallmann Museum zu sehen, die der Bildhauerin Yvonne Roeb den Preis einbrachten.

Ismaning – „Wir haben die richtige Entscheidung getroffen.“ Rasmus Kleine, Leiter des Ismaninger Kallmann Museums, blickte auf die Berliner Künstlerin Yvonne Roeb (43) und war mit sich im Reinen. Am Donnerstagabend wurde erstmals der Kallmannpreis vergeben. Den bekam eine Bildhauerin, deren Werke so peppig sind wie sie selbst. Die Jury hat sich für eine schillernde Persönlichkeit mit extravaganten Ideen entschieden. Bis zum 10. Februar werden etliche Werke der Kallmann-Preisträgerin in dem Ismaninger Museum ausgestellt.

Roter Faden: Interpretationen

Der rote Faden in den Werken von Roeb ist der schier unendliche Interpretationsspielraum. Auf den ersten, den zweiten und manchmal auch den dritten Blick kann sich der Betrachter nicht sicher sein, ob es sich um Lebewesen Mensch, Tier oder Fabelwesen handelt. Viele Werke haben den Charakter echter Fossilien. „Diese Objekte lassen uns staunen, rätseln oder auch einmal gruseln“, sagte der Leiter des Museums in seiner Laudatio. Auch der Ismaninger Altbürgermeister und Vorsitzende der Kallmann-Stiftung, Michael Sedlmair, war voll des Lobes: „Mit dem Kallmann-Preis sind wir einen neuen Weg gegangen, das Ergebnis ist fantastisch.“

„Etwas ganz Besonderes“

Die Berlinerin Yvonne Roeb hat aus einer überregionalen Zeitung vom Preis erfahren. Sie hatte eine von über 300 Bewerbungen bei der Erstauflage der Auszeichnung eingereicht. Kleine wäre bei der Premiere schon mit 70 Meldungen deutscher Künstler zufrieden gewesen. Und Roeb machte deutlich, „dass dieser Preis für mich schon etwas ganz Besonderes ist“. Und der Termin der Ausstellungseröffnung habe dann auch gepasst: „Ein besseres Nikolausgeschenk kann es gar nicht geben.“

Erste Ausstellung im Großraum München

Die Bildhauerin stellt erstmals im Großraum München aus und hat neben dem Katalog zur Ausstellung nun auch die Möglichkeit, in Süddeutschland ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Das Kallmann-Museum zieht längst Kulturinteressierte aus dem gesamten Großraum München an. Unter anderem besuchte die bayerische SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen die Vernissage.

Die Ausstellung zeigt teilweise kuriose Kreationen von Speculum Naturale über den Quallenmann bis hin zur Drama Queen. Kleine freut sich über „den faszinierenden Kosmos ungewöhnlicher Werke“, die den Betrachter zwangsläufig über die Kreisläufe der Natur und die eigene Vergänglichkeit nachdenken lassen. Yvonne Roeb liebt dieses Spiel mit der Fantasie des Betrachters.

 Ausstellung bis Februar

Die Schau mit den Objekten der Preisträgerin Yvonne Roeb ist bis zum 10. Februar im Kallmann Museum zu sehen. Geöffnet hat es dienstags bis sonntags von 14.30 bis 17 Uhr.

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