In einer Ausstellung widmet sich Christine Heinz, Leiterin des Schlossmuseums, den Ismaninger Böden.
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In einer Ausstellung widmet sich Christine Heinz, Leiterin des Schlossmuseums, den Ismaninger Böden.

Neue Ausstellung im Schlossmuseum: Ismanings wertvoller Boden

  • vonNico Bauer
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Mit den Böden in der Gemeinde, die auch für das legendäre Kraut verantwortlich sind, beschäftigt sich eine neue Ausstellung im Ismaninger Schlossmuseum.

Ismaning – Einst war Ismaning ein kleines Bauerndorf, seit Jahrhunderten bekannt für den Krautanbau. Nicht zuletzt Bürgermeister Alexander Greulich wird bei seinen Terminen außerhalb der eigenen Gemeinde nicht müde, das „geschmacklich beste Kraut“ zu bewerben. Ein Stück weit geht das Schlossmuseum dem Kraut-Geheimnis nun auf den Grund mit der Sonderausstellung über die heimischen Böden.

Museumsleiterin Christine Heinz hat wieder so einige Schätze aus dem gemeindlichen Archiv ausgegraben mit Bildern und Karten. Sie zeigt einen Plan der Gemeinde-Gründe-Verteilung aus dem Jahr 1852. Darin wurden viele kleine Flurstücke mit dem Lineal eingezeichnet und alle Ismaninger gleich behandelt bei der Aufteilung. Seinerzeit gab es viel Aufregung, weil selbst die Besitzerin des Schlosses keinerlei Sonderbehandlung bei der Vergabe bekam. Später wurden übrigens die Kleinparzellen getauscht, damit in der Realität auch echte Felder daraus wurden.

Ausstellung läuft bis 10. Oktober

Den Besuchern der bis 10. Oktober laufenden Ausstellung erklärt diese die Besonderheiten des weißen Almbodens und des dunklen Torfbodens. Dabei durfte eine historische Ecke der Torfstecher nicht fehlen. Abgerundet wurde die Heimatkunde aus dem Untergrund mit Isar-Kies und den Ausläufern der Münchner Lößlehmzunge. Das alles zusammen war die Basis für Krautbauern, Torfstecher, Ziegel- und Kalkbrenner.

Witzig ist in der Sonderausstellung aber auch die Abrundung durch einen Sprung in die Gegenwart. Gezeigt werden Bohrmeißel und Bohrkern der Ismaninger Geothermie-Bohrung aus dem Jahr 2012. Dieses Werkzeug musste sich den Weg durch viele Bodenschichten bahnen, um an das heiße Erdwasser zu gelangen. Die Bohrung machte Ismaning im eigenen Verständnis zu einem Vorbild bei der Umsetzung der Energiewende. Die Ausstellung von Vergangenheit und Gegenwart zeigt deutlich, dass die Böden immer einer der wichtigsten Faktoren von Ismaning waren.

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