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Die alte Rollbahn wird weggerissen. Das hübsche Vereinsheim bleibt aber bestehen.

Nach 60 Jahren:

Neue Rollbahn für den Sportverein

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Der SV Solidarität hat über 600 Mitglieder, eine beachtliche Jugendarbeit und sportliche Erfolge. Dennoch steht er immer etwas im Hintergrund, „weil wir halt nicht einem Ball hinterher rennen“, wie die Vorsitzende Barbara Fesl spöttisch bemerkt. Nun könnte aber die große Stunde eines bescheidenen Vereins schlagen mit dem Umzug auf eine neue Rollbahn im Sportpark. Am Montag wird die 60 Jahre alte Bahn im Hain abgerissen.

Ismaning – Unter dem Punkt Sonstiges hatte im Gemeinderat Günter Glasner (FWG) die Nervosität des SV Solidarität angesprochen. Der hatte kurz vor seinem Sommerfest an diesem Samstag erfahren, dass die alte Bahn hinter dem kleinen Fachwerk-Vereinsheim abgerissen wird. Die Vorsitzende Barbnara Fesl bestätigt den Ärger, „weil uns keiner Bescheid gesagt hat. In der Gemeinderatssitzung sorgte Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) für Klarheit. In den nächsten Tagen könne die neue Sportfläche für Radballer, Rollsportler und Kunstradfahrer hergestellt werden, „weil unser Bauhof ein kurzes Zeitfenster hat“. Sollte aber noch einmal diskutiert werden, sei die Maßnahme für dieses Jahr nicht mehr machbar. „Wir betreuen keine zwei Bahnen“, sagt der Bürgermeister in der Diskussion um die Beseitigung des Asphalts im Hain, wo ein weiterer Rasen angesät wird.

Vor rund 60 Jahren haben die Vereinsmitglieder ihre Sportfläche in Eigenarbeit hergestellt, viel Herzblut hängt daran. Barbara Fesl bestätigt, dass der Platz für die heutigen Sportler zu klein sei. Greulich möchte den Bereich direkt nach dem Sommerfest ab kommenden Montag abtragen, „weil die Fläche frei zugänglich und kreuzgefährlich ist“. Wenn Menschen auf den Platz gehen und etwas passiert, ist die Gemeinde in der Haftung. „Wir können nicht mehr tun, als ein Schild ‚Betreten verboten‘ aufzustellen“, sagt Fesl. Im Gemeinderat machte der Bürgermeister deutlich, dass der SV Solidarität neben der geplanten Rollbahn im Sportpark angrenzend an den Standort der künftigen Ballsporthalle das derzeitige Vereinsheim im Hain behalte. Dieses Haus soll erhalten und von der Gemeinde erst anderweitig genutzt werden, wenn der Verein in ein paar Jahren eine neue Heimat im Sportpark bezieht.

Damit kann Barabara Fesl bestens leben. „Wenn wir eine neue Rollbahn bekommen, dann verleihen wir der Gemeinde einen Orden.“ Sie habe sich nur geärgert, weil niemand über den Abriss informiert habe, und auch der Neubau nicht so deutlich wie im Gemeinderat ausgesprochen wurde.

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