Ismaning schafft günstigen Wohnraum

30 neue Wohnungen am Grabenanger

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30 Wohnungen zu günstigen Mietpreisen: Das soll am Grabenanger in Ismaning entstehen. Doch manchem Rat ist das Millionenprojekt zu teuer. 

Ismaning – Die Gemeinde Ismaning treibt trotz ihrer großen Herausforderungen beim Schulbau den kommunalen Wohnungsbau weiter voran. Der Gemeinderat gab nun einhellig grünes Licht für zwei Geschossbauten mit insgesamt 30 Wohnungen am Grabenanger. Das Projekt wird über die Baugesellschaft München-Land realisiert.

Einig sind sich die Gemeinderäte darin, weiter bezahlbaren Wohnraum schaffen zu müssen. Um die auf 12,3 Millionen Euro kalkulierten Kosten gab es aber Diskussionen. Günter Glasner (FWG) meinte, dass die Maßnahme auch für 8,5 Millionen Euro machbar sein müsse. Er sprach von einem „Luxusbau“. Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) verteidigte den Wort-Case-Ansatz von 12,3 Millionen Euro, „weil wir nicht wissen, was uns dort erwartet“.

Der Almboden in diesem Teil von Ismaning kann eine Wasserverbundshaltung notwendig machen – und das kostet dann Geld. Die Nachbarn brauchten diese nicht, aber Erfahrungen der Vergangenheit zeigten, dass die Situation innerhalb weniger Meter variieren kann. Letztlich wurde die Summe der Baukosten aus dem Beschlussvorschlag gestrichen.

Die 30 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern bekommen eine Tiefgarage mit 31 Stellplätzen. Greulich verteidigte bei der Diskussion über weitere Sparmöglichkeiten den Plan, alle Wohnungen barrierefrei zu errichten. Glasner regte angesichts des Ziels, jungen Familien Wohnraum anbieten zu können, an, die Wohnungen im Obergeschoss nicht barrierefrei und damit günstiger zu bauen. Greulich verwies darauf, dass beantragte Zuschüsse des Freistaats an der Barrierefreiheit der Wohnungen hängen.

Der Rathauschef hofft, dass die Wohnungen im Sommer 2019 bezogen werden können und es dann „eine soziale Durchmischung“ bei den Mietern gibt. Auch Gemeindeangestellten soll in den Häusern Wohnraum angeboten werden.

Die Details der Vermietungen wird der Gemeinderat noch festlegen. In das Projekt möchte Bürgermeister Greulich auch lokale Bauern einbeziehen – und zwar zum Abtragen des nährstoffreichen Almbodens. „Das Interesse von den Ismaninger Landwirten an dem guten Boden ist vorhanden“, sagte er. Allerdings dürfen Landwirte fremden Boden nur bis zu einer gewissen Menge genehmigungsfrei auf ihren Feldern aufbringen. Im Vorfeld der Bauarbeiten wird auch der Bedarf bei den Landwirten abgefragt.   

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