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Bis tief in die Nacht zog sich der Einsatz.

Großeinsatz bei Hausbrand

Einsatz unter Extrembedingungen - Zwei Feuerwehrleute mit Kreislaufproblemen

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Ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten hat am Sonntagabend einen Hausbrand in Ismaning  bekämpft. Ein Einsatz unter Extrembedingungen bei Temperaturen über 30 Grad. Zwei Feuerwehrleute mussten mit Kreislaufproblemen vom Rettungsdienst versorgt werden.

Ismaning - Bis ein Uhr nachts dauerten die Löscharbeiten an einem Wohn- und Geschäftshaus an der Wasserturm-/Reisingerstraße in Ismaning, dem Sitz von Foto Sexauer. Laut Polizei waren die beiden Töchter der Besitzer am Sonntagnachmittag auf der Terrasse gesessen und hatten gegen 16.40 Uhr bemerkt, dass es vom Dach her stark qualmte. Sie alarmierten sofort die Feuerwehr.

Brand bricht im Bereich der Solaranlage aus

Bei Ankunft der Einsatzkräfte hatten sich die Flammen im Bereich einer Solaranlage schon in der Isolierung über die gesamte südliche Dachfläche ausgebreitet. Da die Brandfläche von der Straße abgewandt war, konnte sie nicht direkt mit den Drehleitern erreicht werden. In stundenlanger aufwändiger Handarbeit musste die Dachhaut geöffnet und die Dämmung entfernt werden - das alles bei Temperaturen über 30 Grad. 

Extreme Hitze belastet die Feuerwehrleute

Eine enorme Belastung für die eingesetzten Kräfte unter schwerem Atemschutz. Die Ausrüstungg - Schutzanzug, Helm, Maske, Pressluftatemgerät und Werkzeug - wiegt an die 20 Kilo. „Da ist der Flüssigkeitsverlust enorm und es muss schnell durchgewechselt werden, um totale Erschöpfung zu vermeiden“, sagt Christian Dobmaier von der Freiwilligen Feuerwehr Ismaning.  Es wurden daher die Feuerwehren Unterföhring und Aschheim mit weiteren Atemschutzgeräteträgern zur Unterstützung an die Einsatzstelle alarmiert. Die umfangreichen Löscharbeiten machten unter anderem den Einsatz von zwei Drehleitern, mehreren C-Rohren und 38 Atemschutzgeräteträgern notwendig. Zwei Einsatzkräfte mussten mit Kreislaufproblemen vom Rettungsdienst versorgt werden. Den beiden geht es wieder gut.

Rund 200.000 Euro Schaden

So wurde zum Glück niemand verletzt. Der Schaden allerdings ist erheblich, mindestens 200.000 Euro, meldet die Polizei Ismaning. Die Brandursache muss noch ermittelt werden.

Familie ist dabei, den Schock zu verdauen

„Wir sind dabei, den Schock zu verdauen“, sagt Florian Geserer (57), Geschäftsinhaber von Foto Sexauer. Er und seine Familie leben in dem Haus und haben dort ihr Fotostudio. Florian Geserer ist erst in der Nacht aus Berlin zurückgekehrt. Die beiden Töchter hätten alles gemanaged. Das Fotostudio war am Montag geschlossen, die Familie wartete auf Sachverständige. Der Betrieb soll bald weitergehen.  

112 Kräfte im Einsatz

Der Brand war nach gut drei Stunden gelöscht. Die Feuerwehren deckten das Dach mit Planen ab. Im Einsatz waren die Feuerwehren Ismaning, Unterföhring und Aschheim. Die Feuerwehr Kirchheim stand während der gesamten Einsatzdauer mit einem Löschzug zur Gebietsabdeckung im Gerätehaus Ismaning in Bereitschaft. In Summe waren bei diesem Alarm 112 Einsatzkräfte gebunden – neben den Einsatzkräften der Feuerwehr waren die Kreisbrandinspektion, der Rettungsdienst, die Polizei, der Einsatzleitwagen des Landkreises München sowie der ABC-Zug zur Messung auf mögliche Schadstoffe im Brandrauch im Einsatz.

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