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Fässerweise soll das „Ismaninger“ während der Festwoche fließen, wenn es nach den Brauerei-Vorständen Werner Kastner (l.) und Christian Dobmaier geht.

Hier gibt‘s auch das Programm zum Nachlesen

Genossenschaft schenkt Bier auf Ismaninger Festwoche aus - und will Liter-Marke knacken

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Die Ismaninger Festwoche geht heuer doppelt solange. Angestoßen wird mit heimischem Bier. Erstmals schenkt die Brauereigenossenschaft aus - und will ein besondere Marke knacken.

Ismaning – Die Brauereigenossenschaft „Ismaninger“ schreitet von einem Meilenstein zum nächsten. Heuer gibt es derer gleich zwei: Die Brauerei produziert ihr erstes eigenes Festbier – und sie durchbricht die Schallmauer von 100 000 Liter verkauften Bieres. Ein Rekordwert, der wegen der zehn Tage Festwoche (21. bis 30. Juni) ziemlich sicher erreicht wird.

Das Ismaninger als Festbier feiert heuer seine Premiere und wurde bei verschiedenen Verkostungen bereits für gut befunden. Christian Dobmaier, Vorstandsvorsitzender der Brauereigenossenschaft, hörte nur Positives über das klassische Märzen-Bier, das mit mehr Alkohol als das normale Helle daherkommt. Der Bier-Wissenschaftler Fritz Briem hat wieder an verschiedenen Stellschrauben gedreht und so ein weiteres Bier für Ismaning entworfen. Dobmaier betont, dass die einheimische Brauerei für das Festbier dennoch keine Experimente gemacht hat: „Das ist ein süffiges Bier ohne Ecken und Kanten.“ Schließlich sollen alle Gäste im Festzelt am Eisweiher das Bier für gut befinden.

Ismaninger Festwoche: Die Brauereigenossenschaft soll das Bier dauerhaft liefern

Erstmals hat die Brauereigenossenschaft ihr Bier in Tanks mit 3000 bis 5000 Litern Größe geordert, was die Regel ist beim Ausschank auf Volksfesten. „Das Bier wird uns sicher nicht ausgehen“, versichert Dobmaier. Die Genossenschaft fasst nämlich ein großes ins Auge, das dank der Festwoche und ihrer trinkfesten Gäste erreicht werden soll. Bislang wurden heuer knapp 90 000 Liter Bier verkauft, nach den zehn Tagen soll der Absatz jenseits der 100 000 Liter liegen. „Vor zwei Jahren hätte das doch niemand gedacht“, sagt Dobmaier, „wir haben jetzt schon unsere Wachstumsziele von 2022 erreicht.“

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Das Ismaninger soll dauerhaft das Bier der Festwoche bleiben und wird auch im Handel die kommenden Jahre erhältlich sein. Dobmaier betont aber auch, dass das Projekt solide weiterentwickelt werden soll und der Traum der eigenen Brauerei in zehn Jahren realistisch sein könnte. Es gebe schon Überlegungen, eine Brauerei abseits des Ortes auf dem Goldachhof zu realisieren und mit einem Bräustüberl im Ort zu verbinden.

Ismaninger Festwoche: Genossenschafts-Chef freit sich auf „persönliches Volksfest“

Probleme mit der Brauerei befürchtet Dobmaier nicht etwa in den Baukosten, sondern beim nötigen Personal und im regelmäßigen Betrieb der Anlage. Der Vorsitzende der Brauereigenossenschaft will daher nichts überstürzen: „Die Leute sollen über uns Brauerei-Vorstände nicht in zehn Jahren sagen, dass das die waren, die es mal versucht haben.“

Er selbst freut sich nun erst einmal auf die Ismaninger Festwoche mit Ismaninger als Festbier. Und dann sehnt sich Dobmaier nach dem Tag, an dem Bilanz gezogen wird: „Ich setze mich dann mit zwei Maß auf eine Bank und lasse das letzte halbe Jahr Revue passieren. Das ist dann mein persönliches Volksfest.“

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Das Programm im Überblick:

Zwei Vereine feiern heuer im großen Stil, und deshalb wurde die Ismaninger Festwoche auf zehn Tage verdoppelt. Es wird in dieser Zeit von Freitag, 21. Juni, bis Sonntag, 30. Juni, so viele Festzüge wie nie zuvor geben. Den ersten am Freitag ab 18.15 Uhr zum Festzelt, wo Bürgermeister Alexander Greulich um 19 Uhr das erste Fass anzapfen wird. Das erste Wochenende steht ganz im Zeichen des Doppel-Jubiläums 110 Jahre Trachtenverein Stamm und 100 Jahre Isargau. Ein Höhepunkt wird am Sonntag der Festumzug, zu dem mehr als 3000 Trachtler erwartet werden. Am zweiten Wochenende feiert die Feuerwehr das 150-jährige Bestehen mit einem Konzert der Spider Murphy Gang und vielen Aktionen. 

Das Programm der Festwoche im Überblick: Freitag, 21. Juni: 19 Uhr Anzapfen. Samstag, 22. Juni: ab 19 Uhr bayerischer Tanzabend. Sonntag, 23. Juni: Festgottesdienst am Eisweiher (bei Regen im Festzelt), 14 Uhr Trachtler-Festzug durch Ismaning, 15.30 Uhr, Festakt mit Ehrungen. 

Montag, 24. Juni: ab 19 Uhr Schafkopfturnier des Münchner Merkur mit Geldpreisen. Dienstag, 25. Juni: ab 19 Uhr Brauereigenossenschaftsabend mit Geschichten rund ums Ismaninger Bier. Mittwoch, 26. Juni: 12 Uhr Seniorennachmittag, ab 19 Uhr Fest mit den Dorf Oxn. Donnerstag, 27. Juni: 19 Uhr Fest mit der Urner Musi. 

Freitag, 28. Juni: 14 Uhr Kindernachmittag mit ermäßigten Preisen und kostenlosen Aktionen, 15.30 Uhr Volksfestlauf für Kinder, 22 Uhr Festfeuerwerk. Samstag, 29. Juni: ab 11 Uhr Feuerwehraktionstag (bis 17 Uhr), 20 Uhr Konzert Spider Murphy Gang und Cagey Strings (mit Eintritt), Sonntag, 30 Juni: 10.30 Uhr Festgottesdienst im Schlosspark, 11.30 Festzug vom Schlosspark zum Festplatz, 13.30 Uhr Festakt der Feuerwehr mit Ehrungen, 15 Uhr Oldtimerkorso durch Ismaning zum 10. Oldtimer Treffen.

nb

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