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Reißenden Absatz finden das Ismaninger Bier und die Anteile an der Brauereigenossenschaft. 

Brauereianteile

Ismaninger kritzeln Genossenschafts-Beitritt auf Bierdeckel

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Das Ismaninger Bier steht auf dem Tisch und der halbe Ort kam zum Probetrinken. Die Ismaninger rannten der jungen Brauereigenossenschaft die Bude ein.

Ismaning – Die Gastgeber mit den drei Vorständen Christian Dobmaier (47), Günter Glaser (56) und Werner Kastner (52) an der Spitze waren vorbereitet, doch dieser Ansturm überraschte doch. Rund 600 Gäste waren in den Bürgersaal gekommen, um den ersten Sud von 5000 Litern des Ismaninger Bieres zu testen. „Liebe Freunde des guten Geschmacks, ich habe mich verliebt“, gestand Bürgermeister Alexander Greulich, und die Masse johlte wie auf dem Nockherberg.

Bürgermeister verliebt sich spontan

Die Brauereigenossenschaft hat erstes Ziel bereits erreicht. 450 Anteile sollten durch die Präsentation verkauft werden, und von 445 sprach der Finanzvorstand Günter Glasner. Während des öffentlichen Teils waren aber noch rund 100 Antragsformulare im Umlauf, einige Ismaninger kritzelten ihre Bestellung von Anteilen einfach auf die Bierdeckel. Die Brauereigenossenschaft wurde von der Welle regelrecht überrollt und kann nun finanziell mit deutlich mehr Möglichkeiten starten.

Das Bier kostet 22 Euro pro Tragl

Am Ende waren auch die Sechserträger mit fünf Flaschen und einem Glas ausverkauft. Im Ismaninger Getränkemarkt gibt es ab sofort das Ismaninger Bier in den kleinen Trägern.

Die erste große Investition wird die Anschaffung von Bierkästen, von denen das erste Tragerl wie eine Trophäe präsentiert wurde. Kenner des Biergeschäfts prognostizieren der Brauereigenossenschaft nach den Tagen der unglaublichen Starteuphorie die ersten richtigen Schwierigkeiten finanziell wie organisatorisch mit dem Start des Tragl-Kreislaufs. Die Bürger befanden den Gerstensaft für erstklassig, verglichen ihn sogar mit dem Kultbier Augustiner und scheinen kaufbereit. Der Vorsitzende der Brauereigenossenschaft Christian Dobmaier machte aber auch deutlich, „dass wir nicht das günstigste Produkt haben. Wir liegen bei den produzierten Mengen knapp hinter dem Augustiner, aber wir arbeiten daran“. Der komplette Kasten soll künftig 22 Euro kosten.

Bayerische Beharrlichkeit

Christian Dobmaier erinnerte bei der Bierpräsentation daran, dass es 1880 in Ismaning die Wirtschaft „Zum Bräu“ gab. Die Historie des Ortes überlieferte bislang noch nicht, ob hinter dem Namen die Absicht oder eine schon laufende Brauerei stand. 2017 nun habe Ismaning das, auf was die Menschen Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte warteten: „Realisiert durch die bayerische Beharrlichkeit!“

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