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Ohne Leben: Hier werden in Zukunft keine Bäume mehr wachsen.

An der B 471 zwischen Garching und Ismaning 

Kahlschlag total

Erste die Bäume, jetzt die Wurzeln: Der Kahlschlag entlang der B471 sorgt in Ismaning und Garching für Ärger. Das Staatliche Bauamt rechtfertigt sich. Eine Ersatzpflanzung ist aber nicht vorgesehen.

Ismaning – Anfang des Jahres haben Baumfällungen an der B 471 zwischen Garching und Ismaning für Empörung gesorgt. Nun sind auch die Wurzelstöcke und Baumreste entfernt, und das, obwohl das Staatliche Bauamt Freising anderes versprochen hat.

Die Behörde hatte die Fällungen damals mit dem Eschentriebsterben begründet und stieß damit in Garching und Ismaning auf Verständnis. Wie im Münchner Merkur nachzulesen ist, betonte Martina Hoffmann, Sachgebietsleiterin Naturschutz, dass die „Wurzelstöcke der Bäume nicht entfernt werden“. Somit könnten in eineinhalb, bis zwei Jahren wieder Triebe entstehen.

Doch davon ist nun keine Rede mehr. Die Baumstümpfe sind weg. Hoffmann begründet dies mit der Verkehrssicherungspflicht. Die Baumreste stellen für Menschen eine große Gefahr dar, sollte ein Fahrzeug in diesem Bereich von der Straße abkommen.

Hoffmann sagte, dass nördlich der B 471 keine Ersatzpflanzungen vorgesehen sind. Die freie Fläche zwischen Straße und Radweg befinde sich zu nah an der Fahrbahn. Sie erklärte, dass die wegen Pilzbefalls zurückgeschnittenen Sträucher wieder austreiben könnten.

Die Kommunen Garching und Ismaning schauen kritisch auf die Maßnahmen, weil in den nächsten Jahren der vierspurige Ausbau der B 471 angedacht und mit höherer Dringlichkeit im aktuellen Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben ist. Der Gemeinderat Ismaning möchte im Falle des Ausbaus eine Tunnel- oder Troglösung erreichen, um das geplante Wachstum des Orts Richtung Osten nicht zu gefährden.  nb

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