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Blumen für die Kandidatin: Annette Ganssmüller-Maluche mit dem Unterbezirksvorsitzenden Florian Schardt.

Kommunalwahl

Annette Ganssmüller-Maluche wieder Landratskandidatin der SPD

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Christoph Göbel (CSU) gegen Annette Ganssmüller-Maluche (SPD). Das Duell um den Chefsessel im Landratsamt München geht in die zweite Runde.

Ismaning – Bei der Kommunalwahl 2014 hatte sich CSU-Politiker Christoph Göbel aus Gräfelfing in der Stichwahl durchgesetzt, und mit der gestrigen Nominierung des SPD-Unterbezirks München-Land schickt sich Annette Ganssmüller-Maluche aus Ismaning an, den Amtsinhaber herauszufordern. Das Ergebnis der Nominierungsversammlung war beeindruckend mit 92 Prozent Zustimmung bei viermal Nein und zwei Enthaltungen sowie satten 90 Dezibel Applaus nach der Bekanntgabe des Ergebnisses.

2014: 44,7 Prozent in der Stichwahl

„Vor sechs Jahren bist du knapp gescheitert“, sagte der Unterbezirksvorsitzende Florian Schardt in Richtung der 57-jährigen Ismaningerin, die vom Vorstand und der Kreistagsfraktion einstimmig zur Kandidatin gekürt worden war. Florian Schardt sagte auch, dass Annette Ganssmüller-Maluche nach guten Ergebnissen 2014 (28,2 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang, 44,7 Prozent in der Stichwahl) das Amt der stellvertretenden Landrätin überragend ausgeübt habe, „denn du warst fast präsenter als der Landrat“.

Leidenschaftliche Rede

Die Vorschusslorbeeren rechtfertige die Kandidatin vor der entscheidenden Nominierungsabstimmung mit einer leidenschaftlichen Rede. „Mein Leben ist die Kommunalpolitik, und Landrätin dieses Landkreises zu werden, wäre die Erfüllung meines Lebens“, sagte Annette Ganssmüller-Maluche. Sie verspricht „attraktive und sexy Politik“, sieht sich in einer noch stärkeren Position als bei der ersten Kandidatur und registriert, „dass ich längst ohne Unterton als Frau Landrätin angesprochen werde“. 

MVV-Ausbau und Seilbahnlinien

In der Vorstellungsrede machte sie den Genossen aus dem ganzen Landkreis Mut und lieferte auch konkrete Punkte. Jedes Kind soll schwimmen lernen, der MVV müsse ausgebaut werden und sie möchte als eine der ersten Amtshandlungen das Geld für zwei bis drei Seilbahnlinien in die Hand nehmen.

Mehr Flexibilität bei Bauprojekten

Die SPD-Bewerberin kündigte aber auch an, nicht immer nett zu sein und hartnäckig um Verbesserungen zu kämpfen. „Die Baugesellschaft München-Land muss moderner werden“, war eine klare Ansage. Es müsse einfacher, variabler und nicht nur auf den eingefahrenen Gleisen gebaut werden.

Nicht nur Pläne, sondern Umsetzung von Projekten

Auf die Rede der Landratskandidatin erfolgte natürlich der bei solchen Terminen minutenlange Applaus, aber er wirkte ehrlich und passte dann auch zu einer ausgiebigen, lebhaften Diskussion. Annette Ganssmüller-Maluche nahm sich jeder Frage an und sagte auch, „dass wir kein Problem bei den Plänen haben, sondern bei der Umsetzung“. Florian Schardt erlebte die Genossen aus dem Landkreis so leidenschaftlich und sozial, „wie ich den Unterbezirk in den ersten Wochen nach meiner Wahl kennengelernt habe“.

Warnschuss an die Bundes-SPD

Es war stimmig, sozial und harmonisch. Deshalb schickte der Ismaninger Bürgermeister Alexander Greulich einen Warnschuss an die Bundes-SPD: „Es wäre schon hilfreich für den Kommunalwahlkampf, wenn man in Berlin Ruhe geben würde.“ Die Kandidatin hatte am Ende nur noch eine kleine, aber wesentliche Ergänzung: „Wir sind eine tolle Partei.“

Auf ihn trifft die Kandidatin: CSU nominiert Christoph Göbel

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

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