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Frauenpower in der SPD: (v.l.) Bela Bach, Ingrid Lenz-Aktas und Annette Ganssmüller-Maluche

Vor der Landtagswahl

Wie geht‘s weiter für die SPD im Landkreis?

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Noch klebt ihr Foto auf den Wahlplakaten, lächelnd und zuversichtlich schaut Bela Bach darauf aus. Drei Tage nach der ihrer Niederlage ist die SPD-Stimmung getrübt. Viel Zeit zur Rückschau bleibt aber nicht. Die Landtagswahl steht vor der Tür.

Landkreis – Im Wahlkreis München-Land-Süd ist Landesvorsitzende Natascha Kohnen als Kandidatin fix. Aber im Landkreis-Nord gibt es mit Annette Ganssmüller-Maluche und Ingrid Lenz-Aktas mindestens zwei Bewerber. Die Mitglieder können weitere Namen vorschlagen. Am 1. Dezember wird ein Kandidat nominiert, er oder sie soll Peter Paul Gantzer nach 40 Jahren Landtag beerben. Doch Gantzer ist skeptisch: „Nach dem letzten Ergebnis, ist auch München-Nord kein sicherer Stimmkreis mehr. Landet die SPD wieder bei 15 Prozent, würde sie zehn Abgeordnete im Landtag verlieren.“

Ein Szenario, das Ingrid Lenz-Aktas (56) nicht abschreckt: „Es ist sinnvoll für die SPD zu kämpfen, mit der Kraft unserer Überzeugung und sehr aufrecht“, sagt die Fraktionssprecherin im Kreistag. Es werde jeden Tag wichtiger, dass die SPD im Landtag vertreten sei. „Wir haben Stimmen an die AfD abgegeben. Ich glaube, dass auch im Landkreis Verlustängste da sind, und sich Menschen abgehängt fühlen.“

Annette Ganssmüller-Maluche (56), stellvertretende Landrätin, möchte mit denen ins Gespräch kommen, die aus Protest AfD gewählt haben: „Wir wissen alle nicht, womit diese Protestwähler unzufrieden sind.“ Sie schaut selbstbewusst nach vorn: „Wir machen gute Arbeit im Kreistag. Die SPD-Bürgermeister machen gute Politik für die Mehrheit der Landkreis-Bevölkerung. Der Trend im Bund ist nicht auf die Landtagswahl übertragbar, da würden wir den Wähler unterschätzen.“

Kommt auch für Bela Bach (26) eine Kandidatur bei den Landtagswahlen 2018 in Frage? Sie wehrt ab: „Ich bin nicht in die SPD eingetreten, um mögliche Posten zu bekommen, sondern um mich zu engagieren.“ Und auch Bachs Fürsprecher, Landtagsabgeordneter Peter Paul Gantzer (78), schließt das aus. Bach müsse jetzt Luft holen. Er sieht sie auf halber Strecke unterwegs in Richtung Berlin. „Es braucht immer drei Anläufe.“ Zwei Wahlkämpfe hat sie absolviert. Beim dritten sei ihr ein besserer Listenplatz sicher. „Es war uns von Anfang an klar, dass wir für diesen Drei-Stufen-Plan eine junge Kandidatin brauchen.“

18 SPD-Kandidaten sind über die Landesliste in den Bundestag eingezogen, Bach stand auf Platz 20. Sie ist jetzt zweite Nachrückerin. Lust, die Politik an den Nagel zu hängen? „Nein“, sagt sie am Telefon gefasst: „Sozialdemokratin ist man in Bayern aus Überzeugung, und nicht um immer aufs Siegerpodest zu kommen.“ Heute will die SPD bei einem Mitglieder-Treffen die Niederlage analysieren.

Bela Bach wird ihr Jura-Studium fortsetzen. „Der SPD stehe ich weiter zur Verfügung.“ Ob sie in vier Jahren einen dritten Anlauf für den Bundestag wagt, lässt sie wohlweislich offen: „Wir müssen uns erst einmal fragen, wie wir die SPD wieder auf die Beine bringen.“ Ein Neuaufbau sei nötig. Potenzial sieht sie bei der Jugend: „Wir brauchen Formate, um sie anzusprechen.“

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