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Die Menschen in Fischerhäuser sind ein bisschen berühmt berüchtigt, weil sie bei Bürgerversammlungen kein Blatt vor den Mund nehmen.

Bürgerversammlung Fischerhäuser 

Lange Mängelliste

Die Menschen in Fischerhäuser sind ein bisschen berühmt berüchtigt, weil sie bei Bürgerversammlungen kein Blatt vor den Mund nehmen. Auch diesmal durfte sich der Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) Einiges anhören.

Bernd Landmann bemängelt die Kosten für die Flurstraße.

Fischerhäuser – Ein Schwerpunkt der Bürgerfragen betraf die Flurstraße, die aktuell offiziell zum ersten Mal erschlossen wird. Deshalb sollen 90 Prozent der Kosten auf die Anlieger umgelegt werden. Und die laufen Sturm gegen dieses Vorhaben. Bernd Landmann etwa brachte das Ärgernis auf den Tisch. Bürgermeister Greulich erklärte zu dem Vorgehen grundsätzlich, dass die Verbindungsstraße zwischen der Erdinger Straße und dem Sportgelände rechtlich begonnen, die erstmalige Erschließung aber nie offiziell abgeschlossen wurde. Die Gemeinde müsse diese Abrechnung nun vollziehen: „Wir haben da keine Wahlmöglichkeit.“ Manfred Kappl verwies darauf, dass bereits 1975 ihm bekannte Anlieger 12 000 Mark bezahlt hätten. „Dieses Geld wird angerechnet“, sagte Greulich über den Stand der rechtlichen Prüfung. Manuela Sill ergänzte, dass die Kosten in Höhe von 700 000 Euro für die Straßenherstellung bereits jetzt sehr hoch seien.

Albert Orthuber wohnt wenige Meter entfernt, in der Kirchstraße, und bemängelte, dass hier noch das Laub vom vergangenen Jahr liege. Greulich entgegnete, dass die Gemeinde Termine für Straßenreinigungen immer frühzeitig bekanntgebe. Er appellierte an die Anlieger der Straße, während dieser Zeit keine Autos an der Straße zu parken. Nur dann sei eine gründliche Kehrung möglich.

Heinrich Wiesmeier stört sich am Pferdekot auf den Straßen.

Heinrich Wiesmeier wohnt an der Wiesstraße und kritisierte das versetzte Parken. „Wenn hier abends etwas passiert, kommt keine Feuerwehr und kein Rettungsdienst in die Stichstraßen durch“, sagte der Anlieger. Greulich erkennt das Problem ebenfalls, hofft aber auf die Disziplin der Menschen: „Eine Beschilderung sollte erst die zweite Option sein.“ Wiesmeier beschwerte sich außerdem über die Hinterlassenschaften von Pferden, die Reiter auf den Anliegerstraßen in Fischerhäuser nicht wegräumen. „Dog-Stations mit Hundekotbeuteln haben wir neu aufgestellt“, sagte Greulich, „vielleicht sollten wir über Ross-Stations nachdenken.“

Albert Stuber nutzte die Bürgerversammlung, um dem Rathauschef einen Strafzettel wegen Falschparkens zu präsentieren. Er beklagte, dass besonders gerne während Beerdigungen kontrolliert werde, ob jeder eine Parkscheibe hinterlegt habe. Greulich verwies darauf, dass Ismaning mit Flughafenparkern große Probleme habe und deshalb konsequent kontrollieren müsse. „Ich habe auf dem Parkplatz am Soliheim auch schon Strafzettel bezahlt, weil ich die Parkscheibe vergessen habe“, sagte er.

Josef Asten wünscht sich, dass die sanitären Anlagen im Sportpark neue Duschköpfe bekommen. Bürgermeister Greulich verwies auf die neuen Fußballplätze, an denen auch Umkleidekabinen entstehen werden. Sie würden so gebaut, dass später, bei Bedarf, eine Tribüne für den Fußballverein darauf gesetzt werden könne.

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