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Stoßen an auf die erfolgreiche Auslöse: Paulaner-Chef Andreas Steinfatt und Kollegen mit den Burschen aus Ismaning und Neufinsing. 

Auslöseverhandungen

Maibaumdiebe aus Ismaning Ehrengäste am Viktualienmarkt

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München bekommt seinen Maibaum zurück. Eine Delegation der Burschen aus Ismaning, Unterföhring und Neufinsing hat mit der Münchner Brauer-Prominenz eine Auslöse ausgehandelt.

Ismaning –  Nach dem größten Maibaum-Diebstahl der Vereinsgeschichte sind die Burschen nun Ehrengäste, wenn am 1. Mai nur geladene Gäste zum Aufstellen auf den Viktualienmarkt dürfen.

Die Burschen saßen am Verhandlungstisch dem Paulaner-Chef Andreas Steinfatt, dem Spaten-Geschäftsführer Bernhard Klier und Manfred Newrzalla gegenüber, dem Geschäftsführer des Vereins der Münchner Brauereien. Für Andreas Bachinger, Zweiter Vorsitzender des Burschenvereins Ismaning, war dieser Abend in München etwas ganz Besonderes: „Wir haben gleich gespannt, dass die jeden Tag verhandeln. Das ist schon etwas anderes, als wenn du einem Feuerwehrkommandanten gegenüber sitzt. Solche Maibaum-Verhandlungen wie diese werden wir wohl nie wieder haben.“

Freihalten auf der Wiesn war den Brauern zu teuer

Die Brauerei-Chefs machten deutlich, dass „ausgschamte Forderungen“ nicht gehen. „Aber wir sind auch keine Deppen“, sagt Andreas Bachinger. Deshalb war die Eingangsforderung der Burschen, einen Auslösetag auf der Wiesn zu feiern: Ein ganzer Tag auf dem Oktoberfest, und die Brauereien zahlen alles! Mit dieser Forderung kamen die Maibaumdiebe nicht durch. „Aber mit irgendwas musst du ja mal anfangen“, sagt Bachinger mit einem Augenzwinkern.

Auf die Bewacher schlecht zu sprechen

In den kommenden Tagen werden die Diebe den Maibaum zurückliefern nach Aying und wieder so hinlegen, wie er ursprünglich gelagert war. Vor Ort gibt es die Auslöse-Brotzeit mit dem Verein der Münchner Brauereien. Obendrauf ergaben die Verhandlungen, dass die Burschen am 1. Mai zum Aufstellen an den Viktualienmarkt eingeladen werden. Andreas Bachinger ist mit dem Ergebnis zufrieden. Es hat ihn gefreut, Bekanntschaft mit den Brauerei-Chefs zu machen: „Wir haben da sehr nette Leute kennengelernt und hoffen, Kontakte für die Zukunft geknüpft zu haben.“ Diebe und Bestohlene gingen freundschaftlich auseinander. Nur die Burschen Hohendilching-Sollach werden den Abend laut Bachinger in nicht ganz so guter Erinnerung behalten. „Auf die sind die Brauereien schon sauer. Die kamen nicht so gut weg…“

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