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Arbeitsgemeinschaft Maibaum-Klau: Die Burschen aus Ismaning, Neufinsing und Unterföhring mit ihrer Beute: dem Maibaum, der auf dem Viktualienmarkt aufgestellt werden soll.

Die Aufgabe reizt

Nach dem Meisterstück: Ismaninger Burschen schlagen vielleicht nochmal zu

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Nach ihrem Maibaum-Meisterstück sind die Ismaninger Burschen noch unschlüssig, ob sie ein weiteres Mal auf Beutezug gehen. Allenfalls ein Maibaum aus einer Nachbargemeinde könnte noch reizvoll sein.

Ismaning – Der größte Maibaum-Coup in der Geschichte des Ismaninger Burschenvereins ist der Baum, der am 1. Mai am Münchner Viktualienmarkt aufgestellt werden soll und den Münchner Brauereien gehören. Wie berichtet, war es den Burschen gelungen, diesen Baum, der in der Nähe von Aying gelagert war, zu stehlen, zusammen mit den Burschen aus Unterföhring und Neufinsing (Landkreis Erding). Jetzt hoffen die Diebe auf eine gute Auslöse.

Vorsichtig aufatmen können derweil die Garchinger. Es ist feste Tradition, dass die Ismaninger alle potenziellen Maibaum-Ziele erst einmal auskundschaften. In der Nachbarschaft sind das heuer Kirchheim und Garching. Den Kirchheimer Baum lehnten die Ismaninger bereits ab, weil das Unterfangen mit wenigen Stunden Planung zu einfach gewesen wäre. „Den Maibaum haben wir gerne den Anfängern aus Landsham überlassen“, sagt Andreas Bachinger, Zweiter Vorsitzender der Ismaninger Burschen. Anders war die Situation bei dem Garchinger Maibaum, der noch nie gestohlen wurde. Da dort aus Ismaninger Sicht mit verschlossener Halle und Videoüberwachung die ungeschriebenen Maibaumgesetze verletzt werden, reizte sie das Objekt. Die Ismaninger Burschen haben auf der anderen Seite der Isar auch schon alle Gegebenheiten ausgekundschaftet. „Wir wollten aber am 1. Mai nicht nach Garching fahren“, sagt Daniel „Zoze“ Pretzer, der Maibaumbeauftragte der Ismaninger Burschen. Zum guten Ton gehört es nämlich auch, dass die Diebe mitfeiern, wenn der kurzzeitig erbeutete Baum dann aufgestellt wird.

Garching könnte dennoch ein spontanes Ziel sein, wenn es den Ismaningern demnächst langweilig wird. Daniel „Zoze“ Pretzer beschreibt das Erfolgsgeheimnis der drei Burschengruppen so: „Wir bilden verschiedene Arbeitsgemeinschaften und jeder weiß, was er zu tun hat.“ Dazu gehörten beim Meisterstück der Diebe die, die vor Ort auskundschafteten, der Unterföhringer Maximilian Westarb mit seinen Computerberechnungen und all jene, die am Ende aller Vorbereitungen mit Muskelkraft und möglichst geräuschlos tonnenschwere Betonsteine heben müssen, mit denen der Baum gesichert war.

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