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Bei ihnen MUSS die Express-S-Bahn halten. Das ist für die Ismaninger sonnenklar. 

Flughafenlinie

Nachbarn konkurrieren um Haltestelle der Express-S-Bahn

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Mit dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates fordert Ismaning den Zehn-Minuten-Takt auf der Linie S8 und zusätzlich eine Express-Bahn zum Flughafen mit Halt in Ismaning. Das verlangt die Nachbargemeinde Unterföhring allerdings auch. Eine Express-S-Bahn, die dauernd hält?

IsmaningIm Rahmen der Fortschreibung des Regionalplans hat die Gemeinde Ismaning vehement eine Verbesserung der S-Bahnanbindung gefordert. Vor allem erwartet Ismaning, dass eine Express-S-Bahn zum Flughafen eingerichtet wird – und diese nicht durch den Tunnelbahnhof Ismaning durchrauscht, sondern hält. „Dieser Halt in Ismaning wird von uns zwingend eingefordert“, sagte Bürgermeister Alexander Greulich (SPD).

Bei der Express-Bahn befindet sich Ismaning in Konkurrenz zum südlichen Nachbarn Unterföhring. Beide fordern vehement mit dem Verweis auf Bewohner und Arbeitsplätze, dass der eine vorgesehene Stopp zwischen dem Münchner Ostbahnhof und dem Flughafen natürlich bei ihnen liegen soll. Bei diesem Punkt weist die Ismaninger Gemeindeverwaltung darauf hin, dass nur noch von einer „Express-Bahn“ und nicht mehr von einer „S-Bahn“ die Rede ist.

Ismaning fordert auch den Autobahn-Südring

Greulich kritisierte, dass der öffentliche Personen-Nahverkehr trotz des Baus der zweiten Stammstrecke von wichtigen Lösungen weit entfernt sei: „Von einem Nordring können wir nur träumen.“ Eine Schienenverbindung um die Stadt herum wäre laut Experten eine weitere Entlastung für die Kommunen.

Des Weiteren fordert Ismaning weiterhin die Schließung des Münchner Autobahnringes südlich der Landeshauptstadt. „Der Norden ersäuft im Verkehr“, schimpfte der sich in Rage redende Bürgermeister Greulich. Er bemängelte weiter, dass auch für die geplanten Wohngebiete im Münchner Nordosten noch keine Infrastruktur geschaffen worden sei. Der Verkehr für Zehntausende Menschen soll dann über die Umlandgemeinden entlang der schon überlasteten Kreisstraße M 3 zwischen Unterföhring und Aschheim abgewickelt werden.

Ein wesentliches Ziel im Regionalplan hat die Gemeinde Ismaning bereits erreicht. Der Antrag, den Hauptsiedlungsbereich des Ortes über die Bundesstraße B 471 hinaus zu erweitern, wurde angenommen und in die aktuelle Fassung eingearbeitet. Damit hat das geplante Wachstum Ismanings Richtung Osten eine weitere Hürde genommen.

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