Neues Konzept für die Realschule Ismaning

Mit einem Lern-"Sprint" auf die Realschule

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Ismaning - Die Ismaninger Johann-Schmeller-Realschule wird eine von drei Schulen in Oberbayern, die im Rahmen des „Sprint“-Programms besonders befähigten Flüchtlingskindern den Einstieg in die Realschule ermöglichen sollen.

Binnen eines halben Jahres sollen die Buben und Mädchen dann im Idealfall eine Regelklasse besuchen können. Derzeit wird „Sprint“ an zwei bayerischen Schulen, in München und Nürnberg, getestet. Vor kurzem war die Bayerische Staatsregierung auf die Ismaninger zugekommen, bei der Ausweitung des Angebotes an drei weiteren Schulen in Oberbayern mitzumachen. Neben Ismaning sollen auch in Neubiberg und Rosenheim die neuen Bildungsbrücken für Flüchtlingskinder gebaut werden. Das Konzept sieht vor, dass die Ismaninger Realschule 15 bis 18 junge Flüchtlinge von Mittelschulen aus der Nachbarschaft vorgeschlagen bekommt und diese dann als Gastschüler aufnimmt. In der Realschule bekommen die Kinder dann einen intensiven Deutschunterricht und besuchen in den sprachlich weniger wichtigen Fächern wie Kunst oder Musik die Regelklassen. Die „Sprint“-Kinder starten als Gastschüler mit dem Ziel, binnen eines halben Jahres schrittweise in den Regelunterricht integriert und – nach dem sogenannten Lern-Sprint – als vollwertige Realschüler übernommen zu werden. Wer es nicht packt, geht dann wieder zurück zur Mittelschule. Zudem wird die Schule unter den Realschülern Mentoren suchen, die die Jugendlichen begleiten und unterstützen. Rektor Johann Wolfgang Robl ist überzeugt, dass es in der von 21 verschiedenen Nationalitäten besuchten Schule mehrere junge Menschen gibt, die sich auf diese Weise in das Projekt einbringen möchten. Für die Klassen mit „Sprint“-Schülern gibt es den Vorteil, dass die deutschen Realschüler in kleineren Gruppen unterrichtet werden. „Das ist unsere gesellschaftliche Aufgabe“, sagt Robl, der sehr stolz ist ob der Bitte durch die Bayerische Staatsregierung, sich an dem Projekt zu beteiligen. „Mein Traum ist es, dass von 15 Flüchtlingskindern über das Projekt zwölf den Realschulabschluss schaffen“, sagt der Rektor. Auch sein Lehrerkollegium stehe voll hinter der Idee. Im September kommen für diesen Integrationsunterricht zwei neue Lehrkräfte an die Schule.

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