Lebensretter Oskar Flach (61) war nicht im Dienst – hat aber natürlich keine Sekunde gezögert.
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Lebensretter Oskar Flach (61) war nicht im Dienst – hat aber natürlich keine Sekunde gezögert.
Der Steg bei der Wasserwacht am Feringasee. Hier ist Oskar Flach ins Wasser gehechtet und die 50 Meter zu dem ertrinkenden jungen Mann gekrault.
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Der Steg bei der Wasserwacht am Feringasee. Hier ist Oskar Flach ins Wasser gehechtet und die 50 Meter zu dem ertrinkenden jungen Mann gekrault.

In letzter Sekunde

Nichtschwimmer vor dem Ertrinken im Feringasee gerettet

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Oskar Flach hat einen jungen Mann vor dem Ertrinken gerettet. Der Nichtschwimmer wollte im Feringassee baden – und ging sofort unter. Sein Lebensretter holte ihn in letzter Sekunde ans Ufer.

Unterföhring – Seit über 40 Jahren ist Oskar Flach bei der BRK-Wasserwacht, er hat sie mitgegründet und war als erfahrener Helfer schon bei vielen Notfällen dabei. Seinen Einsatz als Schutzengel absolvierte er diesmal ganz privat. Mit seiner Frau und den zwei Söhnen hatte es sich Flach auf der Veranda der Wachstation am See bequem gemacht. Es war Freitag nachmittag, die Wasserwacht war unbesetzt. Die Ehrenamtlichen besetzen die Station in der Regel nur am Wochenende und an Feiertagen oder an besonders heißen Tagen.

„Help“-Rufe aus dem Wasser 

Plötzlich ertönte im Wasser, gut 50 Meter vom Steg entfernt, „lautes Gegröle“, erinnert sich Flach. „Ich wusste zuerst nicht, was da los ist. Aber mein Sohn meinte, dass jemand ,help’ rufen würde.“ Der 61-Jährige sah im See zwei Männer. Einer wirbelte seine Arme über dem Kopf, geriet immer wieder mit dem Kopf unter Wasser. Flach rannte zum Steg, sprang ins Wasser und schwamm zu den Männern. In Panik versuchte einer, nach dem Retter zu greifen. „Ertrinkende versuchen sich an allem festzuhalten, was in ihre Nähe kommt“, sagt Flach. Mit einem speziellen Fesselgriff brachte er den jungen Mann ans Ufer. Der Begleiter des Ertrinkenden gelangte ohne Hilfe an Land.

Kaum Verständigung möglich

Die Rettungsaktion ging blitzschnell und dauerte nur wenige Minuten. „Wenn niemand dagewesen wäre, wäre der junge Mann ertrunken“, sagt Flach. „Er konnte definitiv nicht schwimmen.“ Der Lebensretter berichtet von einem weiteren Badegast, der zu Hilfe geeilt wäre. Dank des schnellen Einsatzes des Rettungsschwimmers war das nicht nötig. „Es ist ein schönes Gefühl, dass ich jemandem helfen konnte“, sagt Flach bescheiden.

Überschwänglicher Dank - mit Gesten

Wem genau er das Leben gerettet hat, weiß Flach nicht, auch weil eine Unterhaltung nicht möglich war. Am Ufer wartete eine Frau, es könnte die Mutter des Verunglückten gewesen sein. Keiner habe Englisch oder Deutsch verstanden. Alle redeten in einer Sprache, die Flach nicht kennt. „Sie haben sich überschwänglich mit Gesten bei mir bedankt.“ Dann habe sich die Gruppe mit den Worten „alles gut“ verabschiedet. Polizei oder Rettungswagen waren nicht vor Ort. Von einer ärztlichen Untersuchung habe der Gerettete nichts wissen wollen. „Er war auch nicht längere Zeit unter Wasser“, sagt Flach. „Ich habe ihn gerade noch so erwischt.“

Da kaum mehr als „zwei Minuten zwischen Alarm und Rettung vergangen sind, war der Einsatz weiterer Wasserrettungskräfte nicht erforderlich“, berichtet Wasserwacht-Sprecher Ingo Russnak. Er weist auf die Einhaltung der Baderegeln hin. „Wir haben sie in verschiedenen Sprachen herausgegeben“, betont Russnak.

Glücklicherweise gab es nur diesen einen Einsatz, die anderen Wasserwachten im Landkreis meldeten keine besonderen Vorkommnisse.

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