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Starke Partner: die acht Kommunen im Norden der Stadt München, vertreten durch ihre Bürgermeister.

In Ismaning

Nordallianz mit eigener Geschäftsstelle

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    Charlotte Borst
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Die Nordallianz will noch stärker werden. Die acht Kommunen planen deshalb eine eigene Geschäftsstelle. Dafür haben sie sich einen starken Partner ins Boot geholt.

Ismaning – Weg von der Kirchturmpolitik, hin zu übergreifender Zusammenarbeit: Die Nordallianz macht die interkommunale Zusammenarbeit vor, die der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum für die Region München seit einiger Zeit fordert. Jetzt intensivieren die acht Kommunen im Nordosten Münchens ihre Teamarbeit noch. Sie werden im Oktober an der Steinheilstraße in Ismaning eine eigene Geschäftsstelle einrichten.

Schmuddelecke beseitigt

Seit den frühen 80er Jahren bilden die Kommunen Garching, Ismaning, Oberschleißheim, Unterföhring, Unterschleißheim, Eching, Hallbergmoos und Neufahrn die Nordallianz. Bei ihrer Gründung spielte vor allem die Absicht, sich gemeinsam gegen Negativ-Einrichtungen zur Wehr zu setzen, eine große Rolle. Denn der Münchner Norden war lange Zeit die Schmuddelecke der Landeshauptstadt: Hier wurden Schuttberge, Mülldeponie und Kläranlage angesiedelt.

Inzwischen ist das Netzwerk zu einem innovativen und starken Zusammenschluss herangewachsen. Heute kümmert man sich um Naturschutz, Badeseen und das wirtschaftliche Wachstum. Weil der Druck auf die Metropolregion groß ist, wollen die Bürgermeister noch stärker an einem Strang ziehen, etwa bei Digitalisierung, Bevölkerungsentwicklung oder Radwegen. Denn bei all diesen Themen ist die Lösungssuche nur im großen Umgriff sinnvoll, ebenso bei der Verkehrsproblematik oder beim Standortmarketing mit dem Ziel, weitere Großunternehmen in die Mitgliedskommunen zu holen.

Ismaning und Unterföhring sagen Ja

In den nächsten Wochen werden alle acht Mitglieder in ihren Gemeinderäten dem Aufbau einer Geschäftsstelle zustimmen. In Ismaning und Unterföhring haben die Gemeinderäte bereits am Donnerstag einstimmig zugestimmt. „Wir arbeiten wie unsere Vorgänger sehr gut zusammen“, sagte Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU), „auch mit der Landeshauptstadt München und der Stadt Freising.“ Bisher sind Mitarbeiter in den einzelnen Rathäusern damit betraut, zusätzliche Aufgaben der Nordallianz zu übernehmen und neben ihrer eigentlichen Tätigkeit damit überlastet: Sie kümmern sich um Sitzungsvorbereitungen, Recherchen oder Abstimmungen untereinander. Weil die Themen vielfältig und komplex sind, wollen die acht Bürgermeister nun mehr Aufwand betreiben und über die Geschäftsstelle noch aktiver die Chancen der Zusammenarbeit nutzen.

Hochschule mit an Bord

Dafür haben sie sich einen Partner gesucht: Für eine Dauer von mindestens fünf Jahren wird die Geschäftsstelle an die Hochschule für angewandtes Management in Ismaning angeschlossen. Das dortige Institut für Public Management (IPM) wird die Ausschreibung für die Stelle des Geschäftsführers und den Aufbau der Anlaufstelle beratend unterstützen.

„Das IPM wird uns bei vielen Themen begleiten“, sagte der Ismaninger Bürgermeister Alexander Greulich (SPD). Für die acht Kommunen zwischen der Landeshauptstadt München und dem Flughafen könnten sich in der Management-Hochschule Synergieeffekte ergeben, etwa bei der Planung von künftigen Marketingstrategien.

Greulich betonte, dass die Position der Nordallianz auch nach außen immer stärker werde: „Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter misst uns eine deutlich höhere Bedeutung zu, als das in den vergangenen Jahren der Fall war.“

Mit dem Sitz im Ort übernimmt Ismaning die Einstellung des neuen Geschäftsführers sowie die Verwaltung des Postens. Nach dem in der Nordallianz bewährten Schlüssel unter Berücksichtigung von Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft übernehmen alle Mitglieder ihren Anteil an der Finanzierung der Geschäftsstelle. Die Gesamtkosten sind 2018 mit 98 277 Euro kalkuliert, 2019 mit 183 708 Euro. Ismaning rechnet 2018 mit rund 20 000 Euro und 2019 dann mit 25 000 Euro. Unterföhrings Anteil liegt 2018 bei rund 14 700 Euro und 2019 bei 27 560 Euro.

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