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Alles hört auf ihr Kommando: Schafhalterin Susanne Gans lässt ihre Tiere einen Parcours bewältigen.
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Ganz nah kommen Sabine Becke und ihre Kinder Marlene (4) und Anton (2) den Schafen.
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Die schönsten Bilder vom Schäferfest in Oberschleißheim.
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Die schönsten Bilder vom Schäferfest in Oberschleißheim.
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Die schönsten Bilder vom Schäferfest in Oberschleißheim.
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Die schönsten Bilder vom Schäferfest in Oberschleißheim.
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Die schönsten Bilder vom Schäferfest in Oberschleißheim.
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Die schönsten Bilder vom Schäferfest in Oberschleißheim.

Auf dem Gut Hochmutting

Määähh! Die schönsten Bilder vom Schäferfest

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Seit 20 Jahren findet in Hochmutting Ende Juli das Schäfterfest statt. Auch heuer drehte sich wieder alles rund ums Schaf. Die schönsten Bilder gibt‘s hier.

Oberschleißheim – Noch mal mit dem Schrecken davon gekommen: Der Verdacht auf Blauzungenkrankheit irgendwo in Schwaben erwies sich glücklicherweise als unbegründet. So konnten die Familie Hoyler am Wochenende ihren Hof ruhigen Gewissens frei geben. Seit 1999 strömt Publikum am letzten Julisonntag in Scharen auf das Gut Hochmutting im Süden Oberschleißheims.

Seit dem ersten Schäferfest vor annähernd 20 Jahren reißt das Interesse nicht ab. Die Gelegenheit, einzutauchen in die Welt von Oma und Opa, bietet sich in der geschäftigen Metropolregion München heutzutage kaum mehr. Idealisten wie die Hoylers pflegen mit Moorschnucken und dem Merinolandschaf Natur und Landschaft der Umgebung. Aus Unterschleißheim hat jemand das Blauköpfige Fleischschaf mitgebracht. Aus Hohenkammer (Kreis Freising) kommt das Shropshire.

Gerade junge Leute haben ihren Spaß an den unterschiedlichen Rassen. Die drollig anzusehenden Tiere mit dem dichten Fell, in das man sich am liebsten vergraben möchte, begeistern junge Eltern und ihre Kinder. Das ganze Fest dreht sich ums Schaf. Susanne Gans, passionierte Schafhalterin, lässt ihre Tiere, vom Hund begleitet, einen Parcours bewältigen, Schafe werden geschert, und ein Landwirt aus Graßling hat einen Schafwagen aus den 1930er Jahren hinter den Trecker gespannt. Ein Quartier auf Rädern, in das sich der Schäfer auf seiner sommerlichen Wanderschaft zurückziehen konnte. Auf allzu viel Komfort durfte er in seinem Nachtquartier allerdings nicht hoffen. Selbst eine Gefängniszelle bietet mehr Raum.

Auf Gut Hochmutting gibt es Stände mit Schafswolle, Teppiche und Sitzkissen vom Schaf. Der Landesverband bayerischer Schafhalter umwirbt Fleisch vom Lamm als „echten Geschmack der Region“. Bloß die Zuckerbäckerin mag nicht recht dazu passen, ist aber gerade den Jüngsten – wie auch der Eismann – hochwillkommen.

Apropos drollig, dass nicht jedes Schaf auf Kuscheln steht, hat eine dunkelhaarige Dame mittleren Alters erfahren müssen. Mit Schnalzgeräuschen war sie um einen Draht zu einem Juraschaf bemüht. Die dunkel gefärbten Tiere einer Schweizer Rasse aus dem 14. Jahrhundert mögen wohl ihre Eigenarten haben. Dem Tier jedenfalls scheint das Geschnalze gewaltig auf den Keks gegangen zu sein. Genervt, auch der Menschenmassen wegen, preschte das Schaf in seinem Gatter plötzlich einen Schritt nach vorn. Die Frau fuhr kreischend zurück und trollte sich, Flüche murmelnd, zu ihren Begleitern.

Thomas Hoyler (42) weiß, wie es ist, Tage, Wochen, Monate mit den Schafen unterwegs zu sein. Kein Feierabend, kein Sonntag. „Das musst Du einfach mögen.“ Ohne Schäfer aber geht es nicht. Wildernde Hunde hetzen ganze Herden zu Tode. Dann sind da die Spaßvögel, die Elektrozäune demolieren. Diebe treiben ihr Unwesen. „Jedes Jahr verlieren wir mehrere Tiere.“ Schicksal ungewiss.

Doch Hoyler ist nicht nach Trübsal blasen. Erst am Montag erfuhr er, dass Schafe auf dem Schäferfest erlaubt sind. Nach dem Verdacht auf Blauzungenkrankheit hatten die Behörden auf der Karte einen 150 Kilometer langen Strich gezogen. „Das Sperrgebiet hätte bis Kirchheim gereicht.“ Man stelle sich vor: Ein Schäferfest ohne Schafe, undenkbar. Dass man aus Zeitnot heuer keine Schafe prämieren konnte, nimmt Hoyler dafür gern in Kauf.

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