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Bitte Platz nehmen: Franz Soller lädt die Besucher zum Mitfahren ein.

Oldtimer-Korso durch Ismaning

Starker Auftritt alter Schätzchen  

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Ismaning – Echte Oldies präsentierten sich im besten Licht zum Abschluss der Festwoche. So mancher offenbarte Überraschendes unter der Haube.

Es ist der traditionelle Ausklang der Ismaninger Festwoche und der Sonntag mit der größten Verkehrsdichte im ganzen Jahr in Ismaning. Viele motorisierte Schätzchen kamen zu der Oldtimerschau und fuhren im Korso durch den Ort. 

der kleinsten Teilnehmer: der knallrote Fiat 500 von Alexandra Winkelhofer (48) aus Unterföhring. Das 1968 gebaute Auto kaufte sie einem Italiener ab. „Dieser Fiat 500 hat mich angesprochen“, sagt Alexandra Winkelhofer. In der Familie ist der Oldtimer das Drittauto, mit dem die Unterföhringerin zur Arbeit oder zum Einkaufen fährt. Den Fiat kann sie nur empfehlen, denn das Fahrzeug sei bei jeder Jahreszeit die Zuverlässigkeit in Person. 

Für den Korso hatte sich eine bunte Mischung der Auto-Geschichte angemeldet. Die Zuschauer an den Straßen schwelgten in Nostalgie beim Blick auf alte VW Käfer, bewunderten das Röhren eines Ferraris und lernten, dass Mercedes-Benz früher einmal Wohnmobile in Überlänge fabrizierte. In Ismaning gibt’s zudem noch viele Landwirte , viele kamen mit Oldtimer-Traktoren. 

Ein echtes Original ist auch Franz Soller (60), der sich stolz als „Krautkönig von Ismaning“ bezeichnet. Er war vor Ort mit einem Eicher L40, „der schon vor 50 Jahren zwei Krautwagen aus dem Acker gezogen hat“. Die Besonderheit seines Traktors: ein legendärer Deutz-Motor in dem 1954 gebauten Eicher-Gefährt. Diese Kombination ist etwas sehr Seltenes. 

Franz Soller fiel aber mit seinem Anhänger der Marke „Gläserner Salon“ auf, mit dem er den Abschluss des Korsos bildete. Sollers Wagen mit den besten Plätzen für die Rundfahrt vor einigen hundert Zuschauern war übrigens nicht der Prominenz vorbehalten. Jeder durfte einsteigen, bis alle Plätze besetzt waren. Als Reiseproviant hatte Soller sein Lieblingsbier vorbereitet: „Auf dem Wagen steht ein original Augustiner-Holzfass, weil ich das Bier im Festzelt nicht mag.“ Nach der Fahrt durch den Ort genehmigte sich das Ismaninger Original dann dort doch noch eine Feierabend-Halbe. 

Nico Bauer

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