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Ortstermin auf der Kreuzung am Lenzenfleck: (v.l.) TCI-Vorsitzender Willi Wantosch, FWG-Fraktionschef Günter Glasner und Herbert Bauer, Vorsitzender der FWG und im Vorstand des FC Ismaning, wollen eine Änderung der Vorfahrt. Bisher haben, von Ismaning kommend, die Rechtsabbieger ins Gewerbegebiet Vorfahrt. Sie sind dafür, dass der Verkehr geradeaus nach Fischerhäuser Vorfahrt bekommt.

Am Lenzenfleck

Tückische Kreuzung für Radfahrer in Ismaning

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Ismaning - Die Kreuzung am Lenzenfleck ist eine der größten Gefahrstellen im Ismaninger Ortsverkehr. Trotz eines Gemeinderatsbeschlusses für eine Vorfahrtsänderung tat sich monatelang nichts, doch nun kommt Bewegung in die Sache. Die Freien Wähler hoffen auf baldige Umsetzung des Beschlusses, während Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) an der großen Lösung bastelt.

Die Straße von Ismaning über Fischerhäuser an den Isarauen entlang war lange der beliebteste Schleichweg von München zum Flughafen. Die Gemeinde Ismaning baute zum Schutz der Bürger in Fischerhäuser Verschwenkungen durch mehrere Verkehrsinseln ein und änderte dann die Vorfahrt: An der Lenzenfleck-Kreuzung von Ismaning kommend rechts hinein in das Gewerbegebiet. „Damals hieß es, dass die Vorfahrt wieder geändert wird, wenn die Bundesstraße B 301 eröffnet ist“, sagt Günter Glasner, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler. Er stellte deshalb im Gemeinderat auch den Antrag auf die Änderung der Verkehrsführung, so dass wieder Vorfahrt genießt, wer geradeaus nach Fischerhäuser fährt. Dieser Antrag fand dann auch eine Mehrheit gegen den Willen von Bürgermeister Alexander Greulich, der sich vor allem auf einer Stellungnahme der Polizei stützte.

Freie Wähler pochen auf Vorfahrtsänderung

Das große Streitthema an der Kreuzung ist die Sicherheit für den Radweg, auf dem täglich viele Kinder von Fischerhäuser in die Schule oder von Ismaning zu diversen Sporttrainings in den Sportpark fahren. Denn die Radler, die geradeaus auf dem Radweg in den Ort fahren, müssen den rechts abbiegenden Pkw Vorfahrt gewähren, und der Radweg ist wegen Bäumen und Gebüsch schwer einsehbar. „Dieser Gefahrenpunkt wird immer wieder angesprochen“, sagt Willi Wantosch, Vorsitzender des TC Ismaning. Er engagiere sich seit zehn Jahren für die Änderung der Verkehrsführung: „Wir wären hellauf begeistert, wenn da bald etwas passieren würde.“

Verkehr Richtung Fischerhäuser nimmt zu

Herbert Baur, Vorsitzender der Freien Wähler und Vorstandsmitglied des FC Ismaning, sieht auch dringenden Bedarf für die Maßnahme. Durch die Unterbringung von Asylbewerbern in Fischerhäuser und den Plänen für ein neues Wohngebiet sowie dem Ausbau des Sportparks mit der Ballsporthalle werde der Verkehr am Gewerbegebiet vorbei zunehmen. „Ich brauche keine Verkehrszählungen für die Prognose, wohin künftig der meiste Verkehr fließt“, sagt Baur.

Noch mehr Gefahr für Radler

Bürgermeister Greulich warnt aber davor, dass eine reine Vorfahrtsänderung mit neuen Schildern die Gefahr für Radfahrer erhöhen würde. Von Ismaning kommend, führt der Radweg von einer Unterführung hinter Büschen herauf, und dann kommen die schwachen Verkehrsteilnehmer für Autofahrer überraschend zur Kreuzung. „Mit der jetzigen Verkehrsführung müsste sich bei anderer Vorfahrt ein Lastwagen aus dem Gewerbegebiet in die Kreuzung hinein tasten“, sagt Greulich. Das wolle er als Bürgermeister nicht verantworten.

Neue Route für den Radweg

Deshalb arbeitet nun ein Planer mit Hochdruck an einer neuen Route für den Radweg entlang der Straße. Dann könne aus dem Gewerbegebiet heraus mit einem Stop-Schild auch die Vorfahrt geändert werden. Greulich erklärt, dass bei einem Ortstermin die Ismaninger Polizei und das Landratsamt München seine Sichtweise bestätigt hätten. Im Herbst soll der Umbau der Kreuzung im Gemeinderat vorstellt und über die Planung abgestimmt werden. „Das wird dann keine ganz billige Lösung“, sagt Greulich, „aber es geht hier um die Sicherheit unserer Kinder und Jugendlichen.“

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