+
Die drei von der Kreuzung: Willi Wantosch (l.), Vorsitzender des TC Ismaning, Herbert Bauer (r.) vom FC Ismaning und Günter Glasner am neuralgischen Pu nkt. 

Umstrittene Kreuzung

Vorfahrt für Fischerhäuser

Ismaning - Seit der Vorfahrtsänderung an der stark befahrenen Lenzenfleck-Kreuzung zwischen Ismaning und Fischerhäuser hat es immer wieder Ärger gegeben.

Einst hatte der Ismaninger Gemeinderat an der Straße nach Fischerhäuser eine abknickende Vorfahrtstraße in das Gewerbegebiet am Lenzenfleck installiert, um den Schleichverkehr durch den Ort unattraktiver zu machen. Diese Maßnahme hat regelmäßig für Proteste gesorgt – und wurde nun auch auf Wunsch der im Sportpark ansässigen Vereine einkassiert.

Seitenhieb auf Verkehrsexperten 

Der eine oder andere Seitenhieb auf die Verkehrsexperten der Polizei war unüberhörbar. Im Frühjahr hatte der Gemeinderat bereits die Änderung der Vorfahrt beschlossen, aber Bürgermeister Alexander Greulich wehrte sich dagegen einfach nur neue Verkehrsschilder aufzustellen. Er befürchtete für Radfahrer erhebliche Gefahren durch aus dem Gewerbegebiet kommende Lkw. Greulich gab eine Verkehrszählung in Auftrag. Das eindeutige Ergebnis: 80 Prozent der Fahrzeuge fahren auf der Route von Ismaning Richtung Sportpark/Fischerhäuser. Die Verfechter der Verkehrsänderung genossen den Triumph gegenüber Polizeistellungnahmen, nach denen von mindestens 50 Prozent Verkehr ins Gewerbegebiet ausgegangen worden war. Josef Frey (CSU) amüsierte sich über die Expertenmeinungen der Polizei („Da muss man manchmal schon lachen“) und Nikolaus Kraus (FWG) stellte fest, „dass nicht immer die Fachleute recht haben“.

Schluss mit der abknickenden Vorfahrt

Alexander Greulich erklärte, dass noch heuer für rund 81 000 Euro der Radweg nach der B 471-Unterführung an die Straße heran gelegt wird. Dadurch kann die Haltelinie aus dem Gewerbegebiet heraus mehrere Meter nach vorne versetzt werden. Bei einer Verkehrsschau mit Polizei und Landratsamt sei festgelegt worden, dass dort ein Stop-Schild hinkommt. „Damit wird der Wunsch der Vereine und des Gemeinderates umgesetzt“, sagte er.

Wie ein Weihnachtsgeschenk für die Vereine

Reiner Knäusl (SPD) freute sich, dass der Gemeinderat gemeinsam den Bürgerwillen umsetze. Er sieht vier große Erfolge: mehr Sicherheit für Kinder; mehr Klarheit für Autofahrer; natürlicher Straßenverlauf statt abknickender Vorfahrt und rechtlich saubere Verkehrsregelung. Die Verschwenkung des Radweges, der die Kinder nun für Autofahrer sichtbar macht, bezeichnete Knäusl als „eine Veredlung der Maßnahme durch den Bürgermeister“. Unter den Zuhörern war auch Willi Wantosch, Vorsitzender des TC Ismaning. Er strahlte: „Für uns Vereine und unsere Kinder ist das wie ein Christkindlgeschenk.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schreiber schafft es, Bach nicht
Fünf Abgeordnete vertreten den Landkreis München künftig im Bundestag - darunter ziemlich überraschend Eva Schreiber für „Die Linke“. Nur für die SPD ist‘s bitter. 
Schreiber schafft es, Bach nicht
„Dünne Frauen sind nicht erotisch“
Schäftlarn – Eine Künstlerin, ein Gruppe Frauen – und zwei Jubiläen: Seit 20 Jahren treffen sich unter der Federführung der Ebenhauserin Elisabeth „Bobby“ Jänchen …
„Dünne Frauen sind nicht erotisch“
FC Hochbrück: Umkleiden für 1,1 Millionen Euro
Ein Angebot und eine satte Summe: 1,1 Millionen Euro soll das neue Gebäude für den FC Hochbrück kosten. Das will der Stadtrat so aber nicht stehen lassen.
FC Hochbrück: Umkleiden für 1,1 Millionen Euro
Kirchheim baut ein neues Zentrum
„Kirchheim 2030“ wird es geben: Mit 71,7 Prozent hat sich eine große Mehrheit am Sonntag beim Bürgerentscheid fürs neue Ortszentrum ausgesprochen. Es war eine letzte …
Kirchheim baut ein neues Zentrum

Kommentare