Im Gemeinderat

Ismaning schiebt den Bau von Mietwohnungen an

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Ismaning – Die Gemeinde Ismaning startet eine weitere Offensive, um Wohnraum zu schaffen. Im Gemeinderat wurden Grundsatzbeschlüsse für neue Mietwohnungen, ein Einheimischenmodell und einen genossenschaftlichen Wohnungsbau einstimmig gefasst.

Die Gemeinde Ismaning wird nach dem Beschluss des Gemeinderats südlich des Seidl-Kreuz-Weges im Geschosswohnungsbau etwa 32 Wohnungen mit durchschnittlich 70 Quadratmetern errichten. Ein weiterer Teil dieser Fläche wird auf dem freien Markt für Einzel- und Doppelhäuser verkauft.

Im Ortsteil Fischerhäuser besitzt die Gemeinde derzeit 43 Grundstücke mit einer durchschnittlichen Größe von 324 Quadratmetern. Nach 2012 soll hier wieder ein Einheimischenmodell initiiert werden.

Eine komplette Neuerung für Ismaning wäre der genossenschaftliche Wohnbau, der schon seit vielen Jahren diskutiert wird. Für ein solches Projekt würde die Kommune vergünstigt ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück für rund zwölf Wohnungen zur Verfügung stellen. Grundbedingung für diese Form der Wohnraumschaffung wäre die Gründung einer Genossenschaft mit Ismaninger Mitgliedern, die dann auch die Wohnungen beziehen sollen.

Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) sieht etwa in den weiteren Mietwohnungen „einen wesentlichen Punkt, um künftig Mitarbeiter für die Gemeinde gewinnen zu können“. Auch Günter Glasner (FWG) freute sich über „ein Signal an die Bürger, dass auch bei uns etwas passiert. Mietwohnungen sind die Rücklage, die jede Kommune braucht.“

Johanna Hagn (SPD) merkte an, dass Ismaning beim kommunalen Mietwohnungsbau noch etwas hinterher hänge. Auch Volker Bäumer (Grüne) machte den enormen Bedarf an bezahlbaren Mietwohnungen deutlich. Nur Rudi Essigkrug sah in dem Grundsatzbeschluss eine vorweihnachtliche Tat ohne ausreichend Substanz: „Wir müssen Fakten schaffen und erst mit Bebauungsplänen die Voraussetzungen schaffen. Jetzt beweihräuchern wir uns ein bisschen.“

Bürgermeister Alexander Greulich konnte die Kritik an der Vorgehensweise nicht verstehen: „Der Gemeinderat stellt jetzt doch die Weichen, wo er selbst etwas realisieren und welche Grundstücke er veräußern möchte.“ Mit dem Grundsatzbeschluss werde nun festgelegt, wie es an den entsprechenden Orten weiter gehe. Und die Aufteilung wiederum adelte Luise Stangl (SPD) als „eine sozial gerechte Bodenverteilung“

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