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Baustellen scheinen eine Rolle zu spielen beim Faschingszug der Ismaninger Burschen.

Burschenverein

Ismanings Lokalprominenz zittert vor dem Faschingszug

Ismaning - Die Ismaninger Burschen gehen mit ihrem Faschingsumzug schon seit mehr als einem halben Jahrhundert ihren eigenen Weg. Und so muss am Sonntag, 7. Februar, ab 12 Uhr die Lokalprominenz wieder davor zittern, wen und was die Burschen zum Thema machen.

Beim Faschingszug am Sonntag fahren die Ismaninger Burschen auf drei Traktoranhängern durch den Ort und spielen vor dem Gasthof Zur Mühle, Ricks Cafe, dem Neuwirt und der Gaststätte Soller ihre Einlagen. Das können Sketche oder Nachahmungen von Shows sein. Im Mittelpunkt stehen die Ismaninger Ereignisse des vergangenen Jahres. Und vorher ist es streng geheim, wer oder was zu sehen ist. Viele Ismaninger freuen sich auf den Burschenumzug, weil die jungen Männer Mut haben und wahrlich kein Blatt vor den Mund nehmen. Weshalb manche den Umzug auch fürchten.

Ist es eine Ehre, derbleckt zu werden?

Die Mitglieder des Burschenvereins stammen zu einem großen Teil aus alteingesessenen Familien und bekommen so täglich das lokale Geschehen mit. Darüber hinaus haben sie ihre Informanten, die wissen, was in der Gemeinde und im Gemeinderat abgeht; in dem diverse ehemalige Burschen sitzen. Die Gemeinderäte haben immer sehr gute Chancen, sich mit Ebenbildern auf den Wagen wieder zu finden.

Dabei ergeben sich auch überraschende Synergieeffekte. Vieles vom Inventar der Darsteller des Altbürgermeisters Michael Sedlmair kann auch für den aktuellen Bürgermeister Alexander Greulich verwendet werden. Die Vorliebe beider für Trachtenjanker kommt den Burschen sehr entgegen.

Knackige Deandl in Leggings

„Als Ismaninger Bürgermeister musst du damit rechnen, jedes Jahr bei uns dran zu kommen“, sagt Robert Bormet. Und Simon Obermaier ergänzt: „Es ist doch eine Ehre, von uns dargestellt zu werden.“ Deshalb können sich die beiden Chefinnen des Deandlvereins gewaltig etwas darauf einbilden, mit knapp über 20 Jahren schon als Lokalprominenz von knackigen Burschen in Leggings gespielt worden zu sein. 

Der 1894 gegründete Burschenverein engagierte sich bereits kurz nach der Gründung mit einem Maskenzug durch den Ort. Daraus entstand in den 1960er Jahren der schauspielerische Umzug, an dem sich früher auch Vereine beteiligten und es bis zu acht Wagen gab. Heuer haben die Burschen wieder drei fahrende Bühnen mit rund 25 Schauspielern. Robert Bormet bringt es auf den Punkt: „Wenn du dann an Ricks Cafe vor 1000 Leuten spielst, schwebst du auf einer Welle der Euphorie…“ Die Derbleckten unten im Publikum empfinden das vermutlich anders. Nico Bauer

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