„Knorr Fix“-Würzmischung wird zurückgerufen - aus einem absurden Grund

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Volle Konzentration: Die Musiker spielen mit Hingabe. F.: gefö

130 Jahre alt - und immer noch von jugendlicher Leichtigkeit

Ismaning - Der „Orchesterverein München 1880" hat sein 130-jähriges Bestehen mit einem sehr ansprechenden Konzert in der Ismaninger Seidlmühle gefeiert.

Romantik und Leichtigkeit, kombiniert mit Eleganz und Wärme, kennzeichnete die Sinfonie in D-Dur opus 44 von Muzio Clementi. Da durfte das Publikum bei herrlichem Streicherklang und perlend fließendem Spiel des Orchesters schwelgen und genießen. Bei Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia concertante beeindruckte nicht nur das gefühlvolle Spiel des gesamten Orchesters, sondern auch die Leistung der Bläser, die ihr Können mal leidenschaftlich und intensiv, mal mit Zurückhaltung und Schmeichelei bewiesen. Lebhaft und ansteckend rhythmisch, mit osteuropäischen Akzenten, klangen die rumänischen Volkstänze des Komponisten Bela Bartok. Mit Temperament und zugleich auch Virtuosität sorgten diese Tänze für einen reizvollen, schwungvollen Glanzpunkt im klassischen Repertoire. Dazu gehörte auch Musik von Johann Christian Bach, einem der vier Söhne von Johann Sebastian Bach. Dessen Sinfonie in B-Dur opus 18 Nr. 2 erfüllte mal rührend und mal erhaben den Raum.

Unter der Leitung von Bernd Schuch wurde das Jubiläumskonzert zu einem vielseitigen Klassik-Erlebnis mit gehobenem Anspruch. Rund 35 Musiker zählt das Orchester derzeit und die bewiesen viel Können, Einfühlungsvermögen und Intensität. Jährlich geben die Musiker zwei bis drei Konzerte, für heuer ist noch ein Konzert mit einem Chor aus Nizza geplant.

130 Jahre Vereinshistorie – das beinhaltet auch wechselhafte Zeiten. In der Gründerzeit gab es in München nahezu kein Liebhaberorchester für sinfonische Musik. Das änderten Münchner Bürger, die damals den „Orchesterverein München 1880“ gründeten. Zu den Gründungsmitgliedern zählte auch der Arzt Felix Schlagintweit, der am Kontrabass spielte und das Orchester in seinem Buch „Ein verliebtes Leben“ würdigte. Das Orchester musizierte damals bei Bällen sowie Festen und gab Konzerte. Die Weltkriege machten dem Verein zu schaffen, aber es gelang, den Verein wieder zu aktivieren. Zuletzt gelang es 1951, als Willy Wickenhäuser den Taktstock führte. Bis 1994 leitete er das Orchester, danach übernahm Bernd Schuch die Leitung. Eine Beständigkeit im Dirigentenamt, die dem Orchester gut tut: Eingespielt harmonierte es und widmete sich mit hörbarer Freude dem Jubiläums-Repertoire. mf

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