+
Vor dem Gemeinschaftswerk: Gründungsmitglied Johann Lautner (2.v.r.) mit den Künstlern (v.l.) Heike Jäschke, Petra Dienelt, Markus Lindinger, Dagmar Kögl, Karel Mohyla, Eva Rauch, Bürgermeister Christoph Böck und den Künstlerinnen Linda Ferrante, Sabine Freivogel und Stefanie Ihlefeldt.

Ausstellung

25 Jahre Künstlerpalette Unterschleißheim

Unterschleißheim - Mit einer Ausstellung im Rathausfoer feiert die Künstlerpalette Unterschleißheim ihr 25-jähriges Bestehen. Eien reizvolle Leistungsschau.

Elf Künstler aus der Malgruppe des Vereins stellen bis zum 7. Januar einen Teil ihrer Werke im Foyer des Bürgerhauses aus. Bei der Vernissage begrüßte Vorsitzende Petra Dienelt mehrere Dutzend Gäste aus Politik und Kultur der Stadt. Petra Dienelt gedachte der Anfänge der „Unterschleißheimer Künstlerpalette“, erinnerte an ihre Vorgänger im Amt. Als letztes aktives Gründungsmitglied verabschiedete sie Johann Lautner (70). 

Der 70-jährige Lohhofer Johann Lautner erinnert sich, als ob es gestern wäre: Zu neunt formierten sie sich am 15. Januar 1990 zur Malgruppe. Lautner, der seine Bilder gern in barocke Rahmen fasst, weiß noch genau, wann ihn die Muse küsste. Als Kinder bemalten sie in der Schule Fenster ihres Klassenraums. „Sogar die Zeitung hat sich interessiert.“

Mit ihren Wurzeln ist die Malgruppe in Lohhof fest verankert. Die ersten Schritte taten die Künstler mit dem Hobbykreis, stellten gemeinsam in der Mehrzweckhalle in der Birkenstraße aus. Schlussendlich emanzipierten sich die Kunstmaler. „Thematisch hat das einfach nicht gepasst.“

Während die Stadträte rund 200 Meter weiter auf den Startschuss für den Hauptausschuss warteten, wandelte Bürgermeister Christoph Böck durch die Reihen acryl-, lack- und ölbemalter und gespachtelter Bilder, plauderte mit Künstlern, nahm sich Zeit. Kunst empfindet Böck als „Bereicherung für den öffentlichen Raum“, eine Inspiration. Kunst regt an, eröffnet neue Perspektiven. Eine Methode, derer sich Politik und Verwaltung gelegentlich bedienen sollten.

An der Künstlerpalette gefällt ihm besonders das soziale Engagement. Kinderwettbewerbe, offene Maltage und Ausstellungen in der Partnerstadt Le Crès stehen für das Band zwischen Unterschleißheim und dem Verein. Die anschließende Verlosung von Bildern der Künstler war Beleg für Böcks Worte. Laut Dienelt gehen die Erlöse an „Zeitgeister“, ein Projekt der evangelisch-lutherischen Kirche „von Menschen aus Unterschleißheim für Menschen in Unterschleißheim“.Andreas Sachse

Öffnungszeiten

Die Ausstellung läuft bis 7. Januar. Geöffnet werktags 7 bis 20 Uhr, samstags und sonntags 14 bis 18 Uhr.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Anbindung  von Kirchstockach geradezu „lächerlich schlecht“
Die „Golfrange“ in Kirchstockach war mit rund 40 Bürgern vergleichsweise gut besucht. Lediglich Bürgermeister Stefan Kern (CSU) fehlte krankheitsbedingt. Doch sein …
Anbindung  von Kirchstockach geradezu „lächerlich schlecht“
Fester Sicherheitsdienst für Asylbewerberunterkunft
Nach der Vergewaltigung einer 16-Jährigen durch zwei Afghanen unweit der Asylbewerberunterkunft am Bahnhof Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat die Regierung von Oberbayern …
Fester Sicherheitsdienst für Asylbewerberunterkunft
Pflaster hat vielleicht bald ausgedient
Der Oberhachinger Kirchplatz ist mit historisch-wertvollen Pflastersteinen und Granitplatten belegt. In den kommenden Jahren sollen sie herausgerissen und durch eine …
Pflaster hat vielleicht bald ausgedient
„Porto Pino“-Wirt fürchtet um Existenz
Seit 34 Jahren gibt es das „Porto Pino“ in der Alexander-Pachmann-Straße in Lohhof. Das Restaurant ist das Lebensprojekt von Wirt Antonello Mura (39). Jetzt hat Investor …
„Porto Pino“-Wirt fürchtet um Existenz

Kommentare