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Unmut bei Veranstaltern

Nach Regen: Benefizturnier in Ottobrunn abgesagt

Ottobrunn - Viel Regen und ein völlig durchweicht ließ das SommerSoccer-Cup zugunsten krebskranker Kinder platzen. Den Verein ärgert die kurzfristige Absage einen Tag vor dem Anpfiff. Er zieht nun Konsequenzen.

Seit Mitte März hatte der ausrichtende Verein „Apo San Charity Events“ die schriftliche Zusage für das Stadion. Dass das extreme Wetter einen Strich durch die Rechnung machen könnte, damit hatten die Veranstalter nicht gerechnet. Zumal sie in den vergangenen Jahren immer Pech mit dem Wetter hatten, aber bislang dennoch immer 20 Teams und rund 400 Zuschauer bei dem Kleinfeld-Fußball-Turnier im Stadion begrüßen konnten. 

„Apo San Charity“ organisiert den SommerSoccerCup seit 2009 mit dem Ziel, Spendengelder für die „Elterninitiative krebskranke Kinder München“ zu sammeln. Bislang kamen so insgesamt 21 270 Euro zusammen. 

Doch dann erfuhren die Veranstalter durch einen Anruf des Bürgermeisters und Sportpark-Vorsitzenden Thomas Loderer, dass das Stadion nicht zur Verfügung steht. Einen tag vor Turnierstart. „Der Platz im Stadion war aufgrund des starken Regens so durchweicht, dass wir ihn nach der Beanspruchung durch den SommerSoccerCup für mindestens drei bis vier Wochen hätten sperren müssen“, erklärt Loderer den Grund für die Absage. Er ergänzte, das sei „völlig unzweifelhaft gewesen“. Es gebe langjährige Erfahrungswerte. Zudem sei „eine mehrwöchige Sperrung im Hinblick auf anstehende Sportveranstaltungen im Stadion, wie Jugendfußballturniere und das Münchner Legendenspiel, nicht verantwortbar“, betont Loderer. 

Ein Schock für Sebastian Fuhs, der bei „Apo San Charity Events“ für Mannschaften und den Stadion zuständig ist, und das Organisatorenteam. „Wir hätten doch auch einen späteren Termin genommen. Einen nach dem Legendenspiel“, betont Mitorganisator Thomas Stadtmüller, der sich um die Verpflegung und Tombola kümmert. „Der Rasen wäre jetzt in ein bis zwei Wochen nachgewachsen“, meint er. Aber auch er habe nicht nachgefragt, ob der Platz angesichts des Regens bespielbar ist, gesteht er. 

Ottobrunns Bürgermeister bedauerte die Absage und bot gerade wegen der karitativen Absicht des Turniers alternativ den Kunstrasenplatz sowie vielfältige personelle und logistische Unterstützung an. Doch der Kunstrasenplatz hat keine feste Tribüne und keine Überdachung. Bis zu den Umkleiden und Toiletten sind es rund 400 Meter Fußweg. „Das geht schlicht nicht für krebskranke Kinder und ihre Eltern oder ältere Zuschauer“, sagt Stadtmüller. „Und wohin sollten wir bei Regen mit den Zuschauern und den über tausend Tombola-Gewinnen?“. Trotz der angebotenen Hilfe sahen die Veranstalter keine Chance, die Veranstaltung „für alle Beteiligten reibungslos“ über die Bühne zu bringen. 

„Thomas Loderer hat uns immer unterstützt“, betont Fuhs nachdrücklich. Aber die Organisatoren verstehen den späten Zeitpunkt der Stadion-Absage nicht und sind enttäuscht, dieses Jahr „nur“ die Tombolaspenden statt Geld sowie das Startgeld von einigen der gemeldeten Teams an die Krebsinitiative spenden zu können. Die Konsequenz: Man müsse überlegen, betont Stadtmüller, in welchem Stadion der SommerSoccerCup nächstes Jahr ausgerichtet werden können.

Angela Boschert

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