"Jugend nicht einfach nur wegschieben"

Taufkirchen - Um Jugendlichen für ihre Treffen eine Alternative zu öffentlichen Parks und Plätzen zu bieten, denkt die Gemeinde Taufkirchen nun an die Errichtung eines "Jugend-Freitreffs".

Am Freitreff - einer überdachten Bank - sollen die jungen Leute ohne die soziale Kontrolle durch Erwachsene „ihrem Geselligkeitsbedürfnis nachkommen“ können, wie Michael Mosch, Koordinator der Jugendarbeit, es formulierte.

Die Anregung zur Schaffung des Freitreffs kam von der Jugend selbst. Wie Mosch berichtete, hat der „Arbeitskreis Jugend“ diesen Wunsch mehrfach vorgetragen. „Bisher treffen sich die Jugendlichen an informellen Treffs, häufig in kommunalen Grünanlagen und auf öffentlichen Plätzen“, so Mosch. In die Wohnungen ihrer Eltern könnten sie oft nicht ausweichen, für Kino oder Kneipe fehle das Geld. „Ihre Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind eingeschränkt“, unterstrich der Sozialarbeiter die Notwendigkeit eines Freitreffs. Dieser soll fußläufig zu erreichen, aber doch weit genug von Wohngebieten entfernt sein.

Nicht zuletzt denkt die Gemeinde dabei an die Gruppe, im Ortsteil „Am Wald“ den Zorn der Anwohner entfacht. „Wir können sie nicht einfach nur wegschieben, sondern müssen ihnen eine Alternative bieten“, so Mosch. Der Sozialarbeiter will nun mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Cliquen einen geeigneten Platz für den Treff finden. Falls bei den jungen Taufkirchnern genug Nachfrage besteht, will die Gemeinde dann einen Freitreff errichten, so der Beschluss des Kulturausschusses.

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